Wellingdorf
Noch offensichtlicher wird die Verbindung zum Wasser auf dem Seefischmarkt in Wellingdorf, einem der ehemals größten Fischumschlagsplätze Norddeutschlands.
Fisch wird hier heute noch umgeschlagen, den Schwerpunkt bilden jedoch Unternehmen der Meeresforschung und maritimen Technologie, allen voran das renommierte Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR), welches maßgeblich beteiligt war an der Entwicklung des Tsunami-Frühwarnsystems für den Indischen Ozean und auch in dem Bestseller „Der Schwarm“ von Frank Schätzing eine tragende Rolle spielt.
Eine Vielzahl von Mühlen wurde in Neumühlen zum Mahlen von Getreide und zur Papierherstellung errichtet. Die „neue Mühle“, der der Stadtteil seinen Namen verdankt, entstand um 1500 als Nachfolger der erstmals 1264 erwähnten Mühle (eigentlich auf Wellingdorfer Seite). 1865 wurde die Langesche, später Baltische Mühle, mit acht Geschossen und 80 Metern Länge die bis dahin größte Mühle, über die Schwentine gebaut. Auf ihren Grundmauern, die weit in den Fluss ragen, befindet sich heute das Restaurant „Alte Mühle“, dessen Gebäude unter Denkmalschutz steht. Wenn Sie sich die Gewölbe der Alten Schwentinebrücken näher ansehen, können Sie auch noch die Reste eines ehemaligen Wasserkraftwerkes entdecken. Die Anfang 2008 abgerissene „Holsatia-Mühle“ (um 1900) war eigentlich das zugehörige Silogebäude.




