Sozialraumbericht 2011 Gaarden

Seit Ende Dezember 2011 liegt der Sozialraumbericht 2011 Gaarden in gedruckter Form vor. Downloads:
- Sozialraumbericht 2011 Gaarden (PDF 5 MB)
- Präsentation zum Sozialraumbericht Gaarden (PDF 2 MB)
- Sozialraumdaten Landeshauptstadt Kiel 2009 (PDF 0,8 MB)
Der erste Sozialraumbericht der Landeshauptstadt Kiel ist Teil der „Integrierten Sozialraumplanung“, die seit Januar 2010 im Dezernat für Soziales, Jugend, Gesundheit, Wohnen, Schule und Sport entwickelt wird. Die Aufgabe von Sozialraumplanung ist es, durch Analyse und interdisziplinäre Planung die unterschiedlichen (Lebens-) Bedingungen in den Sozialzentrumsbereichen der Landeshauptstadt Kiel positiv zu beeinflussen und auf die Beseitigung von Missständen nachhaltig hinzuwirken. Seit mehreren Jahren wurde insbesondere durch die Auswertung von Daten zur sozialen Lage (zum Beispiel zu Arbeitslosigkeit, Kinderarmut und Schulabschlüssen) festgestellt, dass sich die Sozialräume in Kiel unterschiedlich entwickeln, und Menschen, die in bestimmten Stadtteilen leben, besonders von Benachteiligungen betroffen sind. Dies trifft insbesondere auf die Sozialzentrumsbereiche Gaarden, Mettenhof und Ost (Ellerbek/Wellingdorf und Dietrichsdorf) zu.
Der 1. Sozialraumbericht befasst sich mit dem Sozialzentrumsbereich Gaarden. Im Sozialraumbericht Gaarden wird eine ausführliche Situationsanalyse vorgenommen. Weiterhin werden Handlungsschwerpunkte und Maßnahmenvorschläge für Gaarden vorgestellt. Ziel des Berichtes und der Planung ist es, die Lebensbedingungen im Stadtteil zu verbessern. Schon seit mehreren Jahren verstärken die Landeshauptstadt Kiel und viele Initiativen, Vereine und Einzelpersonen ihr Engagement für Gaarden, zahlreiche ihrer Erfahrungen und Erkenntnisse fließen in den Bericht ein. Eine weitere wichtige Grundlage boten außerdem die Ergebnisse von drei Workshops einer 2010 neu eingerichteten dezernatsübergreifenden Arbeitsgruppe der Landeshauptstadt Kiel zur Sozialplanung. Durch die Vernetzung der verschiedenen Arbeitsbereiche (Soziales, Stadtplanung, Wirtschaft und Sicherheit) konnten neue Ideen entwickelt werden, komplexe Probleme zu lösen. Gemeinsam wurden die Handlungsschwerpunkte für diesen Bericht entwickelt: „Städtebauliche Entwicklung“, „Bildung“ und „Lokale Ökonomie“.
Beteiligungsveranstaltung in Gaarden
Am 28.10.2011 wurden die wesentliche Analysen des Sozialraumberichtes und die Maßnahmenvorschläge in der Gaardener Jugendherberge in der Beteiligungsveranstaltung „Zukunft gestalten - Sozialraumbericht Gaarden“ Gaardener Bürgerinnen und Bürger vorgestellt. Zur Vorbereitung waren eine Zusammenfassung des Entwurfes sowie Maßnahmenübersichten auf die Homepage der Landeshauptstadt Kiel gestellt worden. Es gab ein reges Interesse seitens des Stadtteils - über 170 Bürgerinnen und Bürger Gaardens sowie Vertreter/innen von Vereinen, Verbänden, Initiativen und aus Verwaltung und Politik sowie der Oberbürgermeister Torsten Albig nahmen an der Veranstaltung teil. Nach der Präsentation der wichtigsten Analysen durch die Sozialplanerin Birte Wichmann wurden in den drei Arbeitsgruppen „Städtebauliche Entwicklung“, „Bildung“ und „Lokale Ökonomie“ zunächst die Vorschläge der Landeshauptstadt Kiel vorgestellt. Anschließend wurden sie von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern lebhaft diskutiert und ergänzt. Fragestellungen, Themen und Vorschläge der Beteiligungsveranstaltung wurden in den Sozialraumbericht eingearbeitet. Bei Bedarf kann eine Fotodokumentation des Workshops zur Verfügung gestellt werden.

Aufbau des Sozialraumberichtes Gaarden
Im einleitenden Teil werden zunächst die Grundlagen der Arbeit und die Aufgaben der Integrierten Sozialraumplanung beschrieben. Dann werden Sozialraumdaten für ganz Kiel und für Gaarden ausgewertet. Anschließend werden die drei Handlungsschwerpunkte: „Städtebauliche Entwicklung“, „Bildung“ und „Lokale Ökonomie für Gaarden betrachtet. Jedes dieser Kapitel beginnt mit einer Situationsbeschreibung und führt dann zu den Bausteinen für den jeweiligen Bereich. Unter den Bausteinen finden sich Maßnahmen: zum einen Maßnahmen, die bereits abgeschlossen sind oder noch laufen, zum anderen neue Vorschläge. Der Bericht ist nicht als ein fertiges Konzept zu verstehen, sondern als Beitrag zu der langfristigen Zielsetzung und Aufgabe, die Problemdichte in benachteiligten Sozialräumen zu verringern und die Lebensqualität für die Bevölkerung zu erhöhen. Zurzeit wird der Bericht in den Ausschüssen vorgestellt, um abschließend Mitte März in der Ratsversammlung diskutiert zu werden. Er soll dann als Planungs- und Steuerungsinstrument für die Landeshauptstadt Kiel für die nächsten fünf Jahre gelten und 2017 fortgeschrieben werden. In diesem Jahr wird begonnen, einen Sozialraumbericht für den Sozialzentrumsbereich Ost zu entwickeln, der bis Mitte 2013 fertiggestellt werden soll. Danach folgt der Sozialraumbericht Mettenhof.
Wenn Sie ein gedrucktes Exemplar bestellen möchten oder Nachfragen/Anregungen haben, wenden Sie sich bitte an:
Frau Birte Wichmann
Dezernat für Soziales, Jugend, Gesundheit, Wohnen, Schule und Sport
Rathaus
Fleethörn 9
24103 Kiel
Tel. 0431-901-3026
Birte.Wichmann@kiel.de



