Beseitigung von Angsträumen

Öffentliche Räume können Angst verursachen. Straftaten werden oft durch solche Räume begünstigt. Deshalb werden viele junge Mädchen, Frauen und Kinder in ihrer Mobilität vor allem in den Wintermonaten extrem eingeschränkt. Je mehr solcher dunklen Angsträume ein Stadtteil aufweist, desto mehr sinkt auch der Wohnwert. Denn das subjektive Sicherheitsempfinden ist nicht selten eines der Entscheidungskriterien bei der Wahl des Wohnortes. Vor diesem Hintergrund ist im Programmjahr 2003 eine Soziale Stadt Maßnahme dazu konzipiert worden. Das Ziel des Vorhabens war es, bestehende Angsträume im Rahmen einer Beteiligungsveranstaltung mit der Bevölkerung ausfindig zu machen, um diese dann im Zuge der Umsetzung der Maßnahme so weit wie möglich zu beheben.
Das Büro Soziale Stadt Gaarden organisierte und moderierte einen Workshop mit rund 30 Bürger/innen aus dem Stadtteil. Hier wurden die Angsträume im öffentlichen Raum in Gaarden benannt und anschließend eine Ortsbegehung durchgeführt. Auf der Grundlage der Ergebnisse beider Veranstaltungen wurde die Maßnahme vom Tiefbauamt der Landeshauptstadt Kiel für die Soziale Stadt konkretisiert und Kostenkalkulationen aufgestellt.
So konnte diese Maßnahme komplett von der Beteiligungsveranstaltung bis zur Umsetzung in 2004 durchgeführt werden. Es wurde an vielen Stellen im Stadtteil für eine bessere Beleuchtung gesorgt sowie ein Tunnel saniert und mit einer stabilen Beleuchtung versehen.