Umgestaltung des Volkspark

Der Volkspark wurde im Jahre 1925 von Willy Hahn konzipiert und gilt als Beispiel der reformatorischen Gartenkunst der Jahrhundertwende. Heute ist er eines der wichtigsten Naherholungsgebiete auf dem Ostufer. Durch verschiedene Bauabschnitte ist der Park attraktiver und besser nutzbar gemacht worden. Als Zielgruppen hatte die Umgestaltung vor allem die Gaardener bzw. Ellerbeker Bevölkerung im Fokus. Deren Naherholungsmöglichkeiten haben sich mit der Umgestaltung erheblich verbessert. Auch die Bewohner/innen der angrenzenden Stadtteile und Gemeinden nutzen den Volkspark, und können damit den Stadtteil als lohnendes Ausflugsziel erleben.


Die Maßnahme verfolgte folgende Ziele:

  • Abbau von Angsträumen im Park
  • Verbesserung der Naherholungssituation
  • Aufwertung der Stadtteile als Wohnstandorte
  • Belebung des Parks durch attraktivere Nutzungsmöglichkeiten für die breite Bevölkerung
  • Schaffung eines attraktiven Angebotes für Menschen von außerhalb und damit
  • Stärkung des Images der Stadtteile

Die Planung für die Maßnahme erfolgte auf der Grundlage von zwei Ideenwerkstätten, zu denen das Büro Soziale Stadt Gaarden gemeinsam mit dem Urban-Büro Kiel und dem Grünflächenamt der Landeshauptstadt Kiel eingeladen hatte. Mit 20 Kindern der Ellerbeker Grundschule und Hans-Christian-Andersen-Schule wurden Ideen erarbeitet. Die Erwachsenen wurden in einer weiteren Ideenwerkstatt aufgefordert, ihren Traumpark zu skizzieren. Die Landschaftsplanerin hat die Beteiligungsveranstaltungen begleitet. Das Projekt bestand aus mehreren Bauabschnitten. Neben der Neugestaltung von Parkwegen und dem Aufstellen neuer Spielgeräte im Kinderspielplatz wurde in einem Bauabschnitt in 2004 der Eingangsbereich zum Theater neu gestaltet. 
Während der fünfte Bauabschnitt rund um das Kinder- und Jugendtheater bis Mitte 2005 abgeschlossen wurde, wurde zwischen dem 22.08.-19.09. 2005 das vorerst letzte Element dieser Maßnahme, die Herstellung einer Gedenk- und Begegnungsstätte ausgeführt. Unter Mitarbeit vieler Helfer/innen wurde das „Labyrinth“ als Rasenzeichen mit angrenzendem Wegebelag hergestellt und durch verschiedenste Rahmen- und Hintergrundver-anstaltungen als „Wege aus der Gewaltspirale“ in der Öffentlichkeit verankert. Auf der eigens dafür eingerichteten Homepage www.labyrinth-kiel.de wird dieses Projekt noch eingehender beschrieben. Die Finanzierung dieser Maßnahme erfolgte mit Mitteln folgender Förderprogramme: EU Gemeinschaftsinitiative Urban II, Bund-Länder-Programm Soziale Stadt, Landeshauptstadt Kiel, Arbeitsamt Kiel.