Bunte Häuserzeile
Rhodehoffplatz
Traditionsboote des EWSK

Ellerbek ist ein zentrumsnaher, grüner Wohnstandort, hauptsächlich mit Einzel- und Reihenhausbebauung, ohne größere wirtschaftliche Aktivitäten im Stadtteil. Da die Altersstruktur in Ellerbek hoch ist, stellen die fehlenden Nahversorgungsmöglichkeiten für viele der älteren Bewohner ein Problem dar. Im Gegensatz zu Wellingdorf war Ellerbek ursprünglich ein Fischerdorf, direkt an der Förde gelegen. Es entstand im 13. Jahrhundert, nachdem auf dem gegenüberliegenden Ufer 1241 die Stadt Kiel gegründet wurde.

Seinen Namen hat es wahrscheinlich von dem Erlenbach, der hier in die Förde mündete. Geprägt wurde das Leben in Ellerbek durch den Fischfang und die Räucherkaten, bis das Dorf Anfang des 20. Jahrhunderts dem Werftenausbau weichen musste und die Bevölkerung zur Umsiedlung nach Wellingdorf gezwungen wurde.

Die Schiffs- und Rüstungsindustrie am Ostufer der Kieler Förde hatte für Ellerbek also noch viel drastischere Konsequenzen als für Wellingdorf. Mit der Ansiedlung der Werften nahm auch die Bevölkerung der beiden Stadtteile (ab 1910 Stadtteile von Kiel) rapide zu. An Ellerbeks Wasserseite ist heute das Marine-Arsenal angesiedelt. Damit gibt es im Stadtteil keinen freien Zugang zum Wasser, ein Umstand, der sowohl die Ellerbeker wie auch die Bewohner der angrenzenden Stadtteile betrifft.

Das heutige Ellerbek ist eine typische Arbeitersiedlung, die im Zuge der Industrialisierung entstand, im Zweiten Weltkrieg zerstört und danach wieder aufgebaut wurde. Nähere Informationen über Ellerbek mit Tipps zu Stadtteilrundgängen, Sehenswürdigkeiten sowie Freizeit- und Naherholungszielen finden Sie auf den Internetseiten der Landeshauptstadt Kiel zu dem Projekt "Grüne Wege in der Stadt"!