Kiel und Schönberg sprechen sich für Bahnstrecke „Hein Schönberg“ aus

Pressemeldung: Die Nachricht, dass der weitere Ausbau der Bahnstrecke zwischen Kiel und Schönberg in der Probstei teurer werden könnte als geplant, darf nicht zum Hemmschuh für die Wiederbelebung von „Hein Schönberg“ werden. Darin sind sich Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Schönbergs Bürgermeister Peter A. Kokocinski einig.

Gemeinsam sprechen sie sich für den Weiterbau der Strecke aus. Auf keinen Fall dürfe diese Zugverbindung auf dem Ostufer der Kieler Förde wieder aufgegeben werden. Auf Kieler Stadtgebiet wurde die Bahnstrecke inklusive der Eisenbahnbrücke über die Schwentine bereits saniert und die Haltepunkte in Gaarden, Ellerbek und Oppendorf gebaut. Zwischen Kiel-Hauptbahnhof und Oppendorf fährt der Zug bereits im Stundentakt. Jetzt stehen der Ausbau der Strecke und der Bau von Haltepunkten im Kreis Plön bis hin zum Schönberger Strand auf dem Programm.


Für Kiels OB Kämpfer ist die Wiederbelebung von „Hein Schönberg“ auf ganzer Strecke sehr wichtig für die Verkehrswende an der Förde: „Je mehr Pendler mit dem Zug statt mit dem Auto nach Kiel kommen, desto besser ist es für die Luft in Kiel und im Umland. Eine gute Zugverbindung zwischen Kiel und Schönberg kann dazu beitragen, den Verkehr auf dem Ostring und der restlichen B 502 nicht nur zu den Hauptverkehrszeiten deutlich zu reduzieren. Und im Sommer könnten die Kieler mit dem Zug direkt bis zum Strand fahren.“
Auch Schönbergs Bürgermeister Kokocinski sieht den großen Bedarf für eine moderne Bahnverbindung: „Nicht nur für die Gemeinde Schönberg, sondern für die gesamte Region ist diese Bahn von enormer Bedeutung. Das gilt vor allem für das tägliche Pendeln zur Arbeit und Schule, aber das gilt natürlich auch für den Tourismus in der Region. Ich appelliere deshalb an den Wirtschaftsminister und die neue Landesregierung, sich zum bislang eingeschlagenen Weg zu bekennen und damit die nun neu entstandene Verunsicherung abzubauen!“