Mobilitätsstation Oppendorf lädt ein zum Umsteigen

Bahn, Bus, Bike + Ride und Bikesharing an einem Ort: Eigentlich sollte die neue Mobilitätsstation Oppendorf mit einem Festakt eröffnet werden, doch das war in Corona-Zeiten nicht möglich: Die Mobilitätsstation Oppendorf ist in Betrieb, auch wenn zurzeit wesentlich weniger Kielerinnen und Kieler die Angebote nutzen, als es in „normalen“ Zeiten der Fall sein wird. Sie verknüpft  Bahn, Bus, Pkw, Fahrrad und Leihrad und lädt ein zum Umsteigen vom eigenen Auto auf klimafreundlichere Verkehrsmittel. An der Stadtgrenze zu Schönkirchen wurde gleich neben dem Bahnhof Oppendorf eine Mobilitätsstation mit Niederflurbushaltestelle, Fahrradparkhaus, Bikesharing der SprottenFlotte und Parkplätzen eingerichtet. Wie andere Mobilitätsstationen in Schleswig-Holstein ist auch die in Oppendorf mit SH_WLAN ausgestattet. 

Die nächste Mobilitätsstation ist schon im Bau Am Bahnhof Russee wird gebaut, dort wird die nächste Kieler Mobilitätsstation voraussichtlich im Juni eröffnet. Außerdem sollen die Bahnhaltepunkte Ellerbek und Schulen am Langsee Fahrradabstellanlagen erhalten. Geplant werden Mobilitätsstationen an den Standorten Tilsiter Platz, Wilhelmplatz und Rungholtplatz sowie an den Anlegern Reventloubrücke und Dietrichsdorf. 

Dank der neuen Mobilitätsstation ist nun vieles möglich: Man fährt mit dem Auto, besser aber mit dem Fahrrad oder Bus, zur Mobilitätsstation und steigt dort um in den Zug in die Stadt, wo es weitergeht per pedes, eigenem Fahrrad (Radparkhaus im Umsteiger), Leihrad oder Bus. Das Fahrrad parkt derweil gut gesichert und gegen Regen geschützt in der Mobilitätsstation (Bike + Ride), wo außerdem Pkw-Stellplätze zur Verfügung stehen (Park + Ride). Für Arbeitspendler ist das eine umweltfreundliche und auch zeitsparende Alternative zur Autofahrt – ganz besonders, wenn sie sonst über den Theodor-Heuss-Ring fahren würden. 

Ob auch noch eine Carsharing-Station angegliedert wird, muss erst noch geprüft werden. Bei jeder geplanten Mobilitätsstation in der Region prüft StattAuto die Stationierung seiner Carsharing-Fahrzeuge. In dezentralen Gebieten wie Oppendorf muss das Potenzial an Nutzern erst erschlossen werden. Für den Start benötigt StattAuto 10 bis 15 ernsthaft interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In den kommenden Monaten wird das konkrete Interesse in der Umgebung der Station ermittelt (Interessensbekundungen an kundenservice@stattauto-kiel.de).