Gaarden bekommt eine neue Grundschule

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft Forschung und Kultur hat die Errichtung einer neuen dreizügigen Grundschule sowie eine zweiteilige Sporthalle genehmigt – eine erfreuliche Nachricht, denn die neue Schule wird dringend gebraucht.

Bereits vor einigen Jahren definierte das Amt für Schulen den zunehmenden Bedarf in einem der am schnellsten wachsenden Kieler Stadtteile: Gaarden. Dieser hat bereits zu Zeiten der erhöhten Migrationsströme 2015 und den Folgejahren überproportional stark an Einwohner*innen gewonnen. Von 2014 bis 2022 betrug der Einwohner*innenzuwachs über 5,5 Prozent, gegenüber einem Zuwachs von knapp 3 Prozent im gesamten Stadtgebiet. Auch in der Zukunft wird mit einem enormen Zuwachs gerechnet. Gaarden soll laut der aktuellen Berechnungsmodelle bis ins Jahr 2029 auf über 28.200 Einwohner*innen wachsen, was eine Steigerung von über 20 Prozent im Vergleich zum Stand von 2022 bedeutet.

Als eine der Folgen dieses Bevölkerungszuwachses steigt die räumliche Belastung für die drei bestehenden Gaardener Grundschulen. Mit der Langzeitstrategie „Gaarden Hoch 10“ – beschlossen durch die Ratsversammlung im Mai 2018 – wurden mehrere Projekte im Stadtteil begründet. Sie haben neben einer generellen Aufwertung Gaardens unter anderem auch die Schaffung neuen Wohnraums durch Bauvorhaben im Umkreis der Hörn zum Ziel.

Wenn ein Stadtteil wächst, steigt der Bedarf an Einrichtungen für Kinder: Gaarden benötigt deshalb eine neue Grundschule. Die Herausforderung für die Landeshauptstadt Kiel bestand darin, in einem der am dichtesten besiedelten Stadtteile Kiels eine geeignete Fläche von rund 4.000 Quadratmetern für den Neubau der Schule und einer dazugehörigen Sporthalle zu finden. Die Wahl fiel auf das Gelände der ehemaligen Schwimmhalle im Pastor-Gosch-Weg.

Dieser Standort ist aus mehreren Gründen besonders geeignet: Die direkte Nähe zu den Baugebieten der neuen Wohnraumanlagen an der Werftbahnstraße, der Hörn und auf dem Areal des ehemaligen Postfuhrhofs trägt dem Kieler Grundsatz „Kurze Beine – Kurze Wege“ Rechnung. Zudem werden im Erdgeschoss der zukünftigen Schule für die Gaardener Bevölkerung die vhs-Kunstschule und ein Café einziehen – mit einem ganz besonderen Blick auf die Hörn und die Innenstadt.

Stadtbaurätin Grondke freut sich über die städtebauliche Qualität für Gaarden: „Der Schulneubau soll zeichenhaft den Endpunkt der Gaardener Brücke auf der Hangkante besetzen. Dabei beherrscht der Neubau nicht den Ort, sondern wirkt als grüne, offene und einladende Geste und integriert sich in das städtebauliche Gefüge. Zusammen mit der Sporthalle, der Kita und den geplanten Wohnbauten im Süden entsteht ein offenes und lebendiges Ensemble entlang der Hangkante mit der Schule als Eckpunkt und Landmarke. Die Passage lädt zum Spielen, Lernen und Verweilen ein.“

Des Weiteren verursacht der Neubau an diesem Standort geringe zusätzliche Umweltbeeinträchtigungen, da es sich bereits zuvor um ein baulich entwickeltes Grundstück handelte.

Im November 2019 stimmte die Ratsversammlung der Errichtung und damit dem Neubau zu. Die Notwendigkeit der neuen Grundschule ist überall präsent. Die Gaardener Grundschulen sind weit über der räumlichen Kapazitätsgrenze, daher wurden interimsweise sogar schon Container an den Schulen aufgestellt – der Platz auf dem Schulhof wurde enger.

Die Genehmigung des Landes ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur dringend benötigten neuen Grundschule in Gaarden. Anvisierter Termin für die Eröffnung der Schule ist der Schuljahresbeginn 2025/2026. 344 Schüler*innen in zwölf Klassen und ein bis zwei DaZ-Klassen werden in dem sehr modernen Gebäude einen attraktiven Lern- und Lebensort finden. Bürgermeisterin Renate Treutel sagt: „Es wird sehr aufregend eine neue Schulgemeinschaft entstehen und aufwachsen zu lassen. Der Schulhof auf dem Dach mit einem sagenhaften Blick über Kiel wird der Knaller und das freut mich wirklich außerordentlich für die Kinder aus dem Stadtteil!“

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