Antragssteller: Kiki - Kiel kocht interkulturell

Im Projekt "Kiki - Kiel kocht interkulturell" werden interkulturelle Kochkurse in der Sozialkirche in Gaarden veranstaltet, in denen eine Köchin oder ein Koch gemeinsam mit den Teilnehmenden typische Gerichte aus dem jeweiligen Herkunftsland zubereitet. Dabei können die Teilnehmenden etwas über die Zubereitung der Speisen und der Kultur des jeweiligen Landes erfahren. Gleichzeitig lernen sie neue Menschen aus Kiel kennen. Die Kochkurse sind offen für alle, die Lust haben, gemeinschaftlich neue Rezepte zu entdecken und sich auszutauschen. Ziel dabei ist es, sich intergenerational und -kulturell auszutauschen und eine Möglichkeit zu bieten, dass sich Menschen in Gaarden kennenlernen können sowie einen Beitrag zum Kulturangebot in Gaarden zu leisten. Außerdem tragen die Kochkurse zur kulturellenb Bildung der Teilnehmenden bei.

Organisation und Ablauf der Kochkurse

Als KöchInnen wurden Personen aus dem erweiterten Bekanntenkreis des Projektteams ausgewählt, die aus unterschiedlichen Ländern kommen, die Erfahrungen und vor allem Spaß am Kochen haben. In der Vorbereitungsphasespricht das Orgateam die Gerichte mit den Köchen ab. Daraufhin wird ein Rezeptheft erstellt, das die Teilnehmenden während des Kochkurses benutzen können. Ein Tag vor dem Kurs kauft das Orgateam gemeinsam mit den Koch/ der Köchin alle Zutaten ein. Der Kochkurs findet einmal im Monat an einem Samstag um 17 Uhr in der Sozialkirche Gaarden statt. Bis zu 15 Teilnehmende können sich zum Kurs vorher verbindlich per E-Mail anmelden. Die Zahl ist begrenzt, um eine gute Atmosphäre zum Lernen und Zubereiten zu gewährleisten. Damit aber mehr Leute die Chance zur Teilnahme erhalten, haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, eine weitere Person um 19:30 Uhr zum Essen einzuladen.

Jeder Kochkurs beginnt mit einer kurzen Vorstellungsrunde und Projektvorstellung. Im Anschluss stellt die Köchin oder der Koch die typischen Zutaten für die Speisen aus dem jeweiligen Land vor. Danach bilden die KursteilnehmerInnen Kleingruppen und beginnen unter Anleitung der Köpchin oder des Kochs die Speisen vorzubereiten. In der Regel wurden sechs bis acht Speisen innerhalb eines Kochkurses zubereitet. Während der Zubereitung der Speisen kommt die Gruppe immer wieder zusammen und die Köchin oder der Koch erklärt bestimmte Vorgänge oder lässt die Teilnehmenden die Gerichte abschmecken. Wenn alle Gerichte abgeschmeckt sind, werden sie entlang einer Tafel in der Sozialkirche angerichtet. Dann können die KursteilnehmerInnen zusammen mit ihren Gästen, die sie zum Essen eingeladen haben, alle Speisen probieren und sich beim Essen weiter austauschen und kennenlernen.

Im Rahmen des ABendprograms haben die KöchInnen die Möglichkeit, neben dme Kochprozess, von ihrem Heimatland zu erzählen, Bilder zu zeigen, und den Raum mit heimischen Klängenzu füllen. Dieses "Extra" rundet den Abend zum einen ab, dient aber auch dem besseren Verständnis der Kultur und regt die Teilnehmenden zu weiteren Gesprächen und einem interkulturellen Austausch an. Hierbei wird dem Koch/ der Köchin freier Raum in der Gestaltung und Umsetzung gelassen, da jeder Kochkurs seine eigene DSynamik hat und wir als Projektteam diese respektieren wollen. Der Kochkurs soll individuell nach Belieben des Koches/ der Köchin verlaufen.

Nach dem Kochkurs werden die Rezepte, versehen mit Fotos des Abends, an alle Teilnehmenden geschickt. Auf der Facebookseite "Kiel kocht interkulturell" wird außerdem ein Fotoalbum zum jeweiligen Kurs erstellt, um Interessierten ein Einblick zu gewähren.

Projektdurchführung

Alle vier Kochkurse urden erfolgreich umgesetzt. Am 24.09.16 fand ein syrischer Kurs statt, am 15.10.16 ein peruanischer Kurs, im Kurs am 19.11.16 lernten die Teilnehmenden koreanisch kochen und am 21.01.17 haben zwei Köche in die indische Küche eingeführt. Der letzte Kochkurs musste wegen terminlichen Engpässen in der Vorweihnachtszeit seitens der Sozialkirche statt im Dezember 2016 im Januar 2017 stattfinden.

Die Stadtmission unterstützt die Kochkurse und war Ansprechpartner für die Organsisation der Räumlichkeit. Jeder der Kochabende wurde von Sebastian Rehbach begelietet. Zutaten konnten beispielsweise schon am Tag zuvor in der Sozialkirsche abgestellt werden und die Küche mit den KöchInnen im Vorfeld angeschat werden.

Im Budget gab es eine kleine Änderung. Das gesamte Budget, das für die landestypischen Dekoration eingeplant wurde, wurde nicht in voller Höhe benötigt.l Deshalb wurde jeder Koch/ jede Köchin ein kleines Geschenk als Dankeschön gekauft.

Wirkung des Projekts

Das Hauptziel von Kiki- Kiel kocht interkulturell, nämlich den Teilnehmenden Einblicke in andere Kulturen zu geben, neue Gerichte kennenzulernen und das individuelle Wissen der Teilnehmer zu erweitern, wurde erreicht. Das Team hat mehrfach positive Rückmeldung zu den Kochkursen bekommen. AUßerdem haben uns Teilnehmende mitgetreilt, dass sie Rezepte auch Zuhause nachkochten. Die Kurse waren immer ausgebucht, es gab sogar eine Warteliste. Der indische Kochkurs im Januar war schon im November ausgebucht. Dies bestätigt die große Resonanz und den Erfolg des Formats. Es ist besonders auffällig, dass ein solches Angebot bisher noch nicht in Kiel bestand und es ein großes Interesse gab.

Es wurden viele Kooperationen mit anderen Akteuren genutzt. Beispielsweise half kulturgrenzenlos e.V. bei der Kontaktsuche, eines syrischen Kochkurses. Das Nachhaltigkeitsmagazin "Wat nu?" berichtet in der Serie "Kieler Kapital" mehrfach über die Entwicklung von Kiki. Auch in dem Blog Funkenzeit wurde ein Beitrag über den syrischen Kochkurs veröffentlicht.

Außerdem wurden zwei Postkarten mit Rezepten und Fotos aus den Kochkursen entworfen, diese wurden gedruckt und in der Vorweihnachtszeit weiträumig in Kiel ausgelegt.