Antragsteller: Künstler 34 e.V.

Ein bestehendes Projekt zur sozialen Teilhabe sollte um ein Teilprojekt erweitert werden. In diesem Rahmen sollten an verschiedenen Orten regelmäßig Events zur Sichtbarmachung migrantischer Kultur organisiert, beworben, dokumentiert und Aufnahmen der Veranstaltung veröffentlicht werden. Das Projekt sollte geflüchteten Musikern, aber auch Musikern mit Migrationshintergrund aus Gaarden

  • eine Plattform geben, Ihre Arbeit den Gaardenern aber auch Menschen aus anderen Stadtteilen an verschiedenen Standorten in Gaarden zu präsentieren
  • Zugang zu bestehenden Netzwerken von Künstlern ermöglichen
  • Eine Community aufbauen, in deren Rahmen sich neue Ensembles und Bands und eventuell auch neue Stile bilden
  • Chancen zur Vermarktung bieten

Dies sollte in 2016 erreicht werden durch:

  • Aufbau und Weiterentwicklung eines Social-Hub respektive einer Community. Dieser soll Musiker und Rezipenten verschiedenster Kulturen und Musikrichtungen zusammenbringen und nachhaltig vernetzen.
  • Etablierung einer Veranstaltungsreihe zur Präsentation migrantischer Musik im Medusahof und anderen Orten im Stadtteil (alle 24 Wochen) bis Ende 2016.
  • Aufnahmen und Liveübertragungen von Konzerten auch in anderen Lokationen, z.B. jüdische Gemeinde
  • Erstellung von Mitschnitten und Foto/Videomaterial, welches Künstler als Marketing und Bewerbungsgrundlage nutzen können

Das Projekt sollte sich folgendermassen positiv ausgewirken:

  • Die migrantischen und geflüchteten Künstler durch Vernetzung und Wahrnehmung
  • Die Rezipenten aus Gaarden und anderen Stadtteilen der Konzerte durch Erweiterung des musikalischen Horizontes
  • Den Stadtteil durch äußere und innere Wahrnehmung, Stärkung der kulturellen Identität, Supranationale Kooperation.
  • Die Inhaber der soziale Teilhabe Stellen durch Erweiterung und Vertiefung der Fertigkeiten und Vernetzung

Diese Ziele sind folgendermaßen erreicht worden:

  • Im Rahmen des Projektes sind mehrere Konzerte organisiert worden u.a. mit: der Safar Band 2x (Syrien), Momen Saweesh (Syrien), Sailing Conductors (international), Superalma (Brasilien), Ilonka (Polen), Yonic South (Brasilien), Hun Huur Tu (Tuwa), OstWestDivan (Israel), ReleaseParty des Labels Spheredelic, Internationales Musik Festival

Die Projektteilnehmer haben selbstständig die Webseite des Projektes konzeptioniert,
Online gestellt und regelmäßig gepflegt. Es wurden Logos, Flyer, Aufkleber und Infomaterial designt, gedruckt und verteilt. Eine innere Kommunikationsstruktur wurde aufgebaut und regelmässige Projekttreffen abgehalten. Von den Konzerten haben die Teilnehmer Video- und Audiomitschnitte gemacht, diese geschnitten, gemastert und auf dem YouTubeChannel von Radio Gaarden Online gestellt.
Im Rahmen der stattfindenden Konzerte hat sich eine Community gebildet, die alle zwei Wochen internationale Jamsessions im Medusa veranstaltet. Unerwarteterweise hat sich eine interessante Verbindung zur bildenden Kunst ergeben, im Rahmen des Projektes Wanderungen ist einer der Musiker mit anderen Künstlern auf eine 4 tägige Wanderung gegangen und hat anschließend mit den bildenden Künstlern eine Audiovisuelle Ausstellung im Schleckermarkt gestaltet. Der Safar Band konnten lukrative Bookings unter anderem auch für Veranstaltungen des Landes Schleswig Holstein vermittelt werden.
Die Projektteilnehmer haben migrantische Künstler in den Bereichen Musikaufnahme und Produktion geschult. Durch die Unterstützung des Verfügungsfond konnten alle Projektziele erreicht werden. Insbesonders die Förderung der technischen Ausstattung ermöglichte es dem Projekt von Anfang an produktiv zu agieren. Es hat sich gezeigt, dass die Ideen, die dem Projekt zugrunde lagen, tatsächlich sehr realitätsnah gedacht waren und es tatsächlich einen regen Bedarf für den kulturellen Austausch zwischen migrantischen/geflüchteten und einheimischen Rezipienten sowie Künstlern gibt.

Die initiale Konzentration auf den Bereich der Musik hat sich aufgrund Ihrer nonverbalen Kommunikationseigenschaften als sehr sinnvoll ergeben. Die nicht geplante aber sehr erfolgreiche Ausweitung auf Bereiche der bildenden Kunst ist als besonderer Erfolg zu werten. Die meisten Teilnehmer konnten Ihre Skills in den Bereichen Audio- und Videorecording, Schnitt und Nachbearbeitung, Präsentation in den neuen Medien, Booking und Betreuung von Künstlern, sowie Design sinnvoll ausbauen.

Als weiteren Erfolg ist die erfolgreiche Bildung neuer Communitystrukturen zu werten, die
durch Ihre supranationalität und multiperspektive bereits jetzt neue Impulse in mehreren
Kunstbereichen geliefert hat. Auch in Hinsicht auf die Nachhaltigkeit ist das Projekt als Erfolg zu werten (Stand 5/2017)

  • Die internationalen JamSessions und Konzerte haben sich als regelmässige Veranstaltung etabliert
  • Die entstandene Community ist weiterhin künstlerisch aktiv
  • Die technische Ausstattung wird weiterhin verwendet
  • Die produzierten Medien sind nach wie vor im Internet verfügbar
  • Die kulturellen Perspektiven aller Teilnehmer, Künstler und Rezipienten wurden dauerhaft erweitert