Antragsteller: stadt.mission.mensch gGmH, Wirtschaftsbüro Gaarden

Das Projekt startete im Juli mit einer Anwohnerbefragung in der Elisabethstraße durch das Wirtschaftsbüro Gaarden. Ziel der Befragung war herauszufinden, ob es in der direkten Anwohnerschaft Interesse für mögliche Patenschaften für die Pflege und Betreuung der Blumeninseln gibt. Zusätzlich wurde in Gesprächen nach eigenen Ideen und Vorstellungen gefragt. Im Ergebnis wurde deutlich, dass einheitlichen Blumenkästen im Straßenzug favorisiert werden. Die Teilnehmenden wünschten sich außerdem ein Modell mit hoher Stabilität und Diebstahlsicherheit. Mehr als 30 Personen und Geschäftsleute haben sich bereiterklärt eine Patenschaft für bis zu zwei Blumenkästen zu übernehmen.

Die zusätzliche Verteilung von Handzettel im gesamten Stadtteil Gaarden half zusätzlich auf das Projekt aufmerksam zu machen. Weitere Beteiligte konnten so angesprochen werden. Im Ergebnis bekamen wir dadurch viele Hinweise und Anfragen für potenzielle Aufstellorte und Patenschaftsanfragen. Am 01.08.2017 fand ein Beteiligungs- Workshop statt. Der Titel des Workshops lautete: „Wir bauen und gestalten unsere eigene Blumeninsel“. In der Zeit zwischen 09. 30- 13. 00 Uhr entstanden in der Werkstatt der Stadtmission in der Preetzer Straße an dem Tag unterschiedliche Modelle von „Blumeninseln“. Daraus wurden jeweils ein Modell in Holz und Beton für die weitere Produktion ausgewählt. Die Herstellung der ausgewählten Modelle zog sich über den gesamten Projektzeitraum hinweg. Die Herstellung erfolgte ausschließlich durch die Teilnehmenden des Arbeitsprojekts „Erst die Arbeit“. Ehrenamtliche Mithilfe bei der Herstellung fand leider nur sporadisch statt.

Anfragen aus dem Stadtteil erreichten die Projektträger über telefonische und persönliche Kontaktaufnahmen. Blumeninselpatenschaften wurden von Anwohnern, Mietern und auch von Vermietern/ Hausbesitzern übernommen. Die ersten Blumenkübel, zunächst aus Holz wurden Ende Juli  bepflanzt ausgeliefert. Die Auslieferung von Betonkübeln in die Elisabethstraße erfolgte nach Fertigstellung von 25 Stück gesammelt am 26. 09. 2017. Die Pflege und Betreuung wird hier ausschließlich von ansässigen Gewerbetreibenden übernommen.  Bei der Bepflanzung der Blumenkästen wurde auf wiederkehrende Pflanzen aus einheimischen Züchtungen wert gelegt, sodass auch im kommenden Jahr mit einer neuen Blüte gerechnet werden darf. Bei Bedarf wurden schon aufgestellte Kübel neu bepflanzt oder auch repariert. Exemplarisch erfolgte im Bereich Kirchenweg Ecke Kaiserstraße eine Mustergestaltung von den Teilnehmenden des Arbeitsprojekts, mit dem Ziel auf das Projekt nochmal aufmerksam zu machen. Ebenso konnten auf dem Werkstatthof in der Preetzer Straße Muster von z. B. mit Gemüsepflanzen gestaltete Blumeninseln besichtigt werden. Darauf wurde meist bei informellen Kontakten wie bei der Aufstellung und Lieferung hingewiesen.
Im Projektzeitraum wurden insgesamt 35 Betonblumenkästen im Bereich des Vinetaplatz in der Elisabethstraße aufgestellt. Zusätzlich stellten die Mitarbeitenden des Beschäftigungsprojekts um die 60 Holzkästen her, die ebenfalls im Stadtteil aufgestellt die Straßen verschönern. Diese wurden komplett gefüllt und bepflanzt von an die Blumeninselpaten übergeben. Diese kümmern sich bis heute um die Pflege. Diese Bereiche erfahren so eine neue Ansicht. Ein einheitlicheres Straßenbild ist entstanden. Das Stadtbild erfährt durch die Verschönerung eine Aufwertung. Bürger/Geschäftsleute und andere Organisationen bringen sich aktiv in die positive Gestaltung des Stadtteils ein.  Interessant waren die häufigen Anfragen von Vermietern und Hausbesitzern nach Blumenkästen für die eigenen Häuser. Eine Vermieterin im Bereich Elisabethstraße, Kirchenweg hat die Pflege selber übernommen und kümmert sich regelmäßig um die Pflanzen. Sie wohnt selber nicht in Gaarden. Positiv waren auch die Reaktionen von Passanten auf die Verschönerungen von vorher eher tristen Straßenecken und Plätzen. Schäden durch Vandalismus und Diebstahl wurden sobald möglich reguliert, so dass es danach nicht zu weiteren Vorfällen kam. Allerdings war dies nicht überall und immer möglich. Gerade die Holzkästen mussten häufiger repariert werden.

Durch die Auswahl der Bepflanzung, alles wiederkehrende Stauden und die Bauweise der Blumenkästen ist der Erhalt für mehrere Jahre gesichert. Gerade im Bereich der Elisabethstraße kann davon ausgegangen werden, dass sich die Paten, meist Gewerbetreibende weiter um die Pflege der Bepflanzung kümmern werden. Auch die Holzkästen erfreuen sich großer Beliebtheit und haben für ein bunteres Erscheinungsbild gesorgt. Um die 35 Patenschaften wurden übernommen. Über den Ortsbeirat Gaarden wurden zusätzlich ca. 1000 Blumenzwiebeln über eine Spende organisiert, diese sind auf die Kästen verteilt wurden und sollen so im Frühling erneut für ein buntes Erinnern an das Projekt sorgen.