Im Rahmen des Projekts „(Was) Ist Migrantische Kultur?“ wurden im Laufe des Jahres 2017 zum Thema „Migrantische Kultur“ eine Veranstaltungsreihe mit vier einzelnen Veranstaltungen mit Referentinnen und Referenten sowie Künstlerinnen und Künstlern durchgeführt.

Das Ziel des Projekts „(Was) Ist Migrantische Kultur?“ war es, sich mit der Frage zu beschäftigen, ob es migrantische Kunst gibt und wie sie sich bemerkbar macht bzw. von der Kunst der Mehrheitsgesellschaft unterscheidet. Diese Veranstaltungen hatten weiterhin eine Stärkung der Beteiligung, Selbsthilfe, Eigenverantwortung von Bewohnerinnen und Bewohnern (insbesondere in Gaarden mit künstlerischem Hintergrund), die Stärkung der sozialen Infrastruktur und Bildungslandschaft, die Stärkung der Stadtteilkultur und Ermöglichung von Begegnungen, die Stärkung von nachbarschaftlichen Kontakten und des aktiven Zusammenlebens, die Imageverbesserung und Stärkung der Identifikation mit dem Stadtteil, Aktivieren und Beteiligen der Öffentlichkeit (Öffentlichkeitsarbeit), sowie von Projekten / Aktionen / Workshops zur Aufwertung des Stadtteils zum Ziel.

Diese Ziele wurden alle erreicht. In allen Veranstaltungen waren sowohl Gaardener-Bevölkerung als auch Gaardener und Nicht-Gaardener-Künstlerinnen und -Künstler beteiligt. Die Veranstaltungen haben wie folgt stattgefunden.
Die erste Veranstaltung „Die Musen der Anderen – Migranten und Kultur" fand am 8. Mai 2017 in der Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein statt. Teilgenommen haben: Muhsin Omurca (Kabarettist/Karikaturist), Savas Sari (Musiker/Pädagoge), Tamer Serbay (Bildhauer, Maler) und Momen Shaweesh (Musiker).
Nach einem kurzen Show von Muhsin Omurca über MigrantInnen und Kunst/Kultur wurde an diesem Abend wurde vor allem folgende Themen diskutiert. Ein Abend über migrantische Kultur und die Frage, ob es sie überhaupt gibt: “Geschlossene Gesellschaft oder offen für andere Kulturen?”, “Wie durchlässig ist der etablierte Kulturbetrieb?”, “Ist die Sprache der Kultur universell?”, “Oder drücken sich zugewanderte Künstler anders aus?”, “Mit der Oud im Opernhaus?”, “Lässt sich das etablierte Kulturpublikum für andere Töne gewinnen?”, “Welche Formen der Unterstützung brauchen migrantische Künstler(innnen)?” (siehe: www.kulturratgaarden.de/events/die-musen-der-anderen-migranten-und-kultur/ )

Die zweite Veranstaltung „Gibt es migrantische Kultur?" fand am 11. Juli 2017 in der Galerie ehem. Schlecker statt. Teilgenommen haben: Reyhan Kuyumcu (Sprachwissenschaftlerin), Martin Geist (Journalist), Saleh Shaweesh (Zeichner) und Detlef Schlagheck (Kurator).
Unter dem Motto „Gaarden Style – Die Kultur der Multikultur“ wurden Themen wie „Was macht diese Kulturen aus?“, „Was hat das mit dem offiziellen Kulturbetrieb zu tun?“, „Kann Gaarden ein Beispiel für die Kultur der Multikultursein?“ zunächst durch kurze Impulsreferate und Moderation (siehe: www.kulturratgaarden.de/events/gibt-es-migrantische-kultur/), danach durch Beteiligung des Publikums diskutiert.

Die gesamte Projektdokumentation finden Sie hier.