Auf der langen Seite des Sandkrugbunkers ist in der Zeit vom 12.06.-12.07.2017 ein Wandbild entstanden. Dies wurde im Rahmen des Projektes „Bunte Welt – Colour your life“ mit Kindern und Jugendlichen aus der offenen Jugendarbeit (AWO Jugendtreff und Gaardener Mädchentreff) an drei Workshopnachmittagen erarbeitet. Gemeinsam mit Gaardener Street-Art-Künstlern haben sich die Jugendlichen Gedanken über eine nachhaltige Zukunft, im Rahmen der globalen Nachhaltigkeitsziele der UN gemacht und gelernt, wie Street-Art funktioniert. Die Künstler haben aus den Gesprächen und Ideen mit den Jugendlichen drei Motive erarbeitet, die die UN-Nachhaltigkeitsziele für die Jugendlichen repräsentieren. Auf dem letzten Workshoptag haben die Jugendlichen dann das finale Motiv abgestimmt. Die Künstler bereiteten dies auf und es wurde von der Denkmalschutzbehörde der Stadt Kiel und der Vonovia, als Bunkereigentümerin, abgesegnet.
Die Anwohner*innen aus dem Quartier um den Sandkrugbunker wurden von der Vonovia bereits zu den Malarbeiten am Bunker informiert. Mithilfe des Workshopkonzeptes und der engen Zusammenarbeit mit den Akteuren aus dem Stadtteil Gaarden, sollten sich der/ die Gaarden*innen mit dem Bild und seine Inhalte identifizieren können. Insgesamt wird Street-Art als Vehikel für die Vermittlung komplexer gesellschaftspolitischer Inhalte genutzt, um ein niedrigschwelliges, in die Lebenswelt passendes Projekt durchzuführen. Der Stadtteil Kiel-Gaarden eignet sich als Standort für das entwicklungspolitische, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Wandbild besonders, da Gaarden für Diversität und Vielfalt steht. Der Kern der UN-Nachhaltigkeitsziele ist die Grundlage für eine tolerante und friedliche Gesellschaft. Des Weiteren verfolgt die Stadtteilentwicklung Kiel-Gaardens bereits seit längerem das Konzept der Street-Art Nutzung, um die Quartiere aufzuwerten und Kunst in den öffentlichen Raum zu bringt. Das Wandbild zu den SDGs hakt in dieses Konzept ein und steht daher auch nicht für sich alleine. Bestehende Stadtentwicklungsstrukturen werden dadurch weiter gestärkt.
Das fertige Wandbild wurde am 21. Juli 2017 mit dem Festival „Street-Art trifft Nachhaltigkeit“ einge-weiht.
Mit dem Stadtteilfestival direkt am Sandkrugbunker sollten die Inhalte, sowie das entstandenen Bild an den Gaardener*innen sowie allen Gästen der Veranstaltung nähergebracht werden. Für alle Mitwirkenden von der Planung bis zur Entstehung des Kunstwerkes konnte an dieser Stelle Wertschätzung entgegengebracht werden (Wirtschaftsbüro Gaarden, AWO Jugendtreff Räucherei, Gaar-dener Mädchentreff, vonovia, Baltic-Art, Vanartizm etc.). Umrahmt von einem interkulturellen Programm bestehend aus Musik-Acts wie der Safar-Band, Los Jacintos, DJ Kree-Zee vom Muddi-Markt und Soulfire HIFI gab es Mitmach-Aktionen zu Street-Art, Aktionsstände rund um das Thema Nachhaltigkeit (Gaarden FaMoos, Grenzgänger Kiel, FairNetz, BEI, Historienstand zum Sandkrugbunker u.w.) und Mitmachstände aus dem Stadtteil wie vom Mehrgenerationehaus und dem Bewegungspark Kiel Gaarden.
Die Veranstaltung wurde breit in Kiel und Umgebung beworben (Zeitung, Newsletter und Flyerverteilung über Thomsen). So hatten nicht nur Gaardener*innen die Möglichkeit auf dem Festival zusammenzukommen, sondern auch anderen Besucher*innen wurde die Vielfalt Gaardens und der UN-Nachhaltigkeitsziele präsentiert. Mit rund 300 Besucher*innen über den Tag kann das Festival an dieser Stelle als Erfolg gewertet werden. Die Angebote wurden gut angenommen und gerade die Mi-schung aus Information, Aktionen und Angeboten zum Essen und Trinken kam bei den Besucher*in-nen sehr gut. In den vielen Einzelgesprächen mit den Besucher*innen wurde auch deutlich, dass das Wandbild mit seiner positiven Ausstrahlung für eine gerechtere Welt und der Anlehnung an die globalen Nachhaltigkeitsziele durchaus verstanden und erkannt wurde.
Auf politischer Ebene konnte für die Veranstaltung der Oberbürgermeister der Stadt Kiel, Dr. Ulf Kämpfer als Schirmherr gewonnen werden. Die Stadt Kiel verstärkt insgesamt ihren Arbeitsbereich Nachhaltigkeit im Ressort Internationales. Daher passt die Schirmherrschaft für ein Projekt, mit globalen Inhalten und lokaler Ausrichtung im interkulturellen Stadtteil Gaarden. Außerdem konnte dadurch zusätzliche politische Aufmerksamkeit und Wertschätzung generiert werden. Durch die Gespräche mit dem Stab von Herrn Dr. Kämpfer wurde der Dialog zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele für die Stadt Kiel wieder aufgenommen und soll auch weiter geführt werden.
Am Veranstaltungstag selber hat die Kieler Stadtbaurätin Doris Grondke das Grußwort gehalten und die Arbeit im Rahmen des Projektes gewürdigt.

Ihre Intresse ist geweckt? Hier finden Sie weitere Infomationen:

1) Link zum Video auf YouTube

2) Link zu den Substainable Development Goals (SDGs)

& 3) Artikel aus den Kieler Nachrichten vom 24.07.2017