Cultural Planning ist ein stadtplanerischer Entwicklungsansatz, der sich kreativer Methoden künstlerischer und/oder kultureller Art bedient. Das Besondere an diesem Ansatz ist, dass er von KünstlerInnen bzw. Kulturschaffenden durchgeführt wird. Diese bringen neue künstlerische Perspektiven in Beteiligungsprozesse und ermöglichen so einen anderen Zugang zu den BewohnerInnen und NutzerInnen im Stadtteil.

Das Ziel des Prozesses ist ein tieferes Verständnis für den Stadtteil und seine Bevölkerung zu bekommen und die Identifikation der BewohnerInnen mit dem Stadtteil zu stärken. Durch die künstlerische Herangehensweise sollen auch BewohnerInnen angesprochen werden, die durch die klassischen Beteiligungsformate nicht zu erreichen sind. Dabei steht die Entwicklung von unten („bottom-up“) im Fokus.

Mehr Infos dazu gibt's hier.

Kiel ist die deutsche Partnerstadt innerhalb des “UrbCulturalPlanning” Projektes. Die Heinrich Böll Siftung Schleswig-Holstein und die Projektgesellschaft Kiel-Gaarden GmbH sind Teil des Projektes. Ihr Ziel ist es, den Cultural Planning-Prozess als alternative Methode für die Stadtteilentwicklung vorzustellen und in Kiel zu etablieren.

In Gaarden wird dafür ein Pilotprojekt umgesetzt. Das Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität und die Nachbarschaft zu stärken und dafür zu sorgen, dass sich die BewohnerInnen in ihrem Stadtteil wohlfühlen. Dafür ist es wichtig, die Qualität der öffentlichen Räume zu verbessern. Deshalb werden positiv oder negativ wahrgenommene Straßen, Plätze und Parks identifiziert, um diese in attraktive Treff- und Austauschpunkte zu verwandeln.

Auch die Stärkung der Identifikation der BewohnerInnen mit ihrem Stadtteil spielt dabei eine wichtige Rolle, denn so kann das nachbarschaftliche Engagement verbessert werden.

KünstlerInnen und Kreativschaffende für kreativen Beteiligungsprozess in Kiel-Gaarden gesucht!

Von Sommer 2019 bis Herbst 2020 wird die Projektgesellschaft Kiel-Gaarden GmbH im Stadtteil Gaarden einen Beteiligungsprozess mit dem Ansatz des Cultural Planning durchführen. Cultural Planning ist ein innovatives Verfahren, bei dem es darum geht, Stadtteilplanung und Stadtteilentwicklung aus einer künstlerisch-kreativen Perspektive heraus zu denken und mit den BewohnerInnen zu planen. In Kiel-Gaarden soll es um die Fragestellung gehen, welche Orte im Stadtteil positiv gesehen werden und welche nicht. Anschließend sollen Orte mit Entwicklungspotenzial kreativ-positiv belegt werden. Die Ausgestaltung dieses Prozesses ist Gegenstand der Ausschreibung.
Dafür werden 2 bis 3 KünstlerInnen und Kreativschaffende gesucht, die Interesse an dem Thema der Stadtteilentwicklung haben und Interesse daran, dieses mit ihrem künstlerischen Hintergrund neu zu denken und gemeinsam mit BewohnerInnen Projektideen für den Stadtteil zu entwickeln.

Infoveranstaltung am 02. Juli um 18 Uhr in der W8 (Werftbahnstraße 8)

Die Präsentation der Informationsveranstaltung (als pdf) gibt es hier!

 

Ausschreibungsfrist ist der 21. Juli 2019

Die komplette Ausschreibung (als pdf) gibt es hier!


Konferenz in Kiel: urban transformation through art and culture

Vom 4. bis zum 6. Juli 2019 findet in Kiel die erste Baltic UrbCultualPlanning Konferenz statt: Urban Transformation through Art and Culture. Sie ist die Auftaktkonferenz für das Interreg-Projekt UrbCulturalPlanning und findet im Kontext des Verbundprojekts Shared Spaces in Kiel statt. Veranstaltungsorte sind Anscharpark (Wik), in Kiel-Gaarden und an der Muthesius Kunsthochschule.

Die dreitägige Konferenz mit zahlreichen Vorträgen, Podiumsrunden und Diskussionen gibt den TeilnehmerInnen die Möglichkeit sich einerseits über die kulturellen Potenziale für den öffentlichen Raum bzw. zur Transformation von Stadträumen auszutauschen und sich andererseits auch durch Workshops und Stadtrundgänge praktisch mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ziel ist es zu erfassen, wie künstlerische und kulturelle Aktionen urbane Transformation bereichern können.