• Herrichtung des Bunkers Schwentinestraße 11
  • Stadtteilfonds Gaarden
  • Produktionsschule Lernwerk Kiel
  • SKOTT und KLARA
  • Regenbogen plus
  • Niedrigschwellige Hilfen für psychisch erkrankte Migrantinnen und Migranten
  • Förderung von Müttern und Kleinkindern mit Migrationshintergrund

Träger: Fachhochschule Kiel
Laufzeit: 1.03.2008 – 31.12.2011
Gesamtkosten: 240.000 €

Mit der Herrichtung des im Eigentum der Fachhochschule Kiel befindlichen Bunkers als neues Kultur- und Kommunikationszentrum sollen im Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf im baulichen Zusammenhang zwischen Alter Gießerei, Mediendom und Computerschausammlung zusätzliche Integrationsangebote vorgehalten werden. Es soll Raum für freie Projekte, studentische Initiativen und Begegnung zwischen allen sozialen Gruppen geschaffen werden.

Für die im Stadtteil studierenden, arbeitenden und lebenden Bürgerinnen und Bürger fehlen derzeit nach wie vor Freizeitangebote für Kultur und Kommunikation, die es attraktiv machen würden, nach den Seminaren oder der Arbeit in Dietrichsdorf zu bleiben oder für Veranstaltungsangebote nochmals zu kommen. Dieser Mangel hemmt schon über viele Jahre die Ansiedlung von Studierenden und Lehrenden im Ortsteil und macht es zudem auch den Gewerbetreibenden schwer auf dem Campus oder in der örtlichen Nähe Fuß zu fassen. So ist es ein notwendiger Schritt, die Attraktivität des Quartiers durch kulturelle Angebote zu erhöhen und dem Kommunikationsbedürfnis gerade der jungen Bevölkerung Kiels wie auch den Studierenden der Fachhochschule Kiel einen geeigneten Ort zu geben, damit sich dort frei und unbeeinträchtigt ein kulturelles Klima entwickeln kann. Dieses Projekt umfasst sowohl bauliche als auch nicht investive Anteile, wie z.B. den Betrieb des Begegnungszentrums.

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Träger: Förderverin Gaarden e.V.
Laufzeit: 01.08.2008 – 30.06.2011
Gesamtkosten: 15.000 €

Der Förderverein Gaarden ist im März 2007 aus dem bereits seit sechs Jahren bestehenden Arbeitskreis StadtTEILmarketing Gaarden hervorgegangen.
Er unterstützt u.a. finanziell Aktionen und Projekte, die:

    das kulturelle Leben in Gaarden bereichern,
    das soziale Miteinander verbessern,
    die Identifikation der Gaardener Bevölkerung mit ihrem Stadtteil stärken.

Der Vorstand des Förderverein setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertreter der Vereine, Migranten, Wirtschaft, Politik, Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtteil.

Mit dem Stadtteilfonds (Verfügungsfond) soll die Möglichkeit geschaffen werden, weitere stadtteilbezogenen Projekte zu finanzieren. Zentraler Bestandteil ist, dass über die Verwendung der Mittel ein Gremium aus Akteuren des Fördergebiets entscheidet, insbesondere Bewohnerinnen und Bewohner. Diese Aufgabe soll der Vorstand des Fördervereins wahrnehmen.


Träger: Inab Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft des bfw mbH
Laufzeit:01.04.2008 – 31.12.2010
Gesamtkosten: 369.429 €

Das Modellvorhaben beinhaltet das Führen einer Produktionsschule (Lernwerk Kiel) in den Bereichen Hauswirtschaft, Floristik/Imkerei und Holz/Bau für benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene des Fördergebietes. Ziel ist das Sammeln von ersten beruflichen Erfahrungen und der Erwerb von entsprechenden Qualifikationen bzw. der Einstieg in Arbeit oder Ausbildung. Das Vorhaben ist Bestandteil eines INTERREG IV-Gesamtprojektes bei dem die dänisch-deutsche Zusammenarbeit in Sachen "Produktionsschule" grundlegend initiiert und vorangetrieben werden soll. Dieses Projekt ist als Startpunkt für eine Vernetzung der bestehenden Produktionsschulen in beiden Ländern und weitere Gründungsvorhaben von Produktionsschulen zu verstehen. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung sollen beide Länder langfristig von diesem Projekt profitieren.

Ein weiterer Schwerpunkt wird die Weiterentwicklung der Netzwerke auf dem Kieler Ostufer sein.

Produktionsschulen sind Einrichtungen der arbeitsorientierten und beruflichen Bildung, in denen Arbeiten und Lernen kombiniert werden. Die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erstellen Produkte oder erbringen Dienstleistungen, die im Rahmen von regionalen Austauschbeziehungen abgegeben werden. Zugleich sollen die Jugendlichen einen Zugewinn für ihre Persönlichkeitsentwicklung erfahren. Durch ihre Anbindung an das örtliche Wirtschaftsgeschehen bietet die Produktionsschule realistische und praxisnahe Beschäftigungsfelder und eine beschäftigungsrelevante Qualifizierung.


Träger: Kinder- und Jugendhilfeverbund gGmbH – Flexible Hilfen (KJHV)
Laufzeit: 15.06.2008 – 30.06.2011
Gesamtkosten: 495.000 €

Um die Regeleinrichtungen (Kindergärten und Schulen) zu stärken und von dort aus eine optimale Versorgung von Kindern und Jugendlichen in besonders problematischen Lebenslagen zu gewährleisten, kooperiert der KJHV seit mittlerweile rund sechs Jahren mit verschiedenen Schulen im Kieler Stadtgebiet.

SKOTT (Sozialkompetenztraining an Schulen) und KLARA (die Hinführung zum Klassenrat) ist ein Programm, welches Kindern und jungen Jugendlichen bereits früh in ihrer schulischen Laufbahn und Entwicklung soziale Basiskompetenzen vermittelt, um sozialer Deprivation vorzubeugen und Beteiligungskompetenz und -gelegenheiten zu fördern. Bildungschancen in Gaarden werden verbessert, generationenübergreifender ("vererbter") Armut vorgebeugt, Gewaltbereitschaft herabgesetzt, zivilgesellschaftliche Kompetenzen gestärkt. Zielgruppe des Modellvorhabens sind zunächst Kinder und jüngere Jugendliche im Alter zwischen 7 und 13 Jahren aus vorwiegend bildungsfernen Herkunftsfamilien im Stadtteil Gaarden, die aufgrund vielfältiger Belastungsfaktoren in ihren Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe benachteiligt sind. Erfahrungsgemäß sind diese Kinder und Jugendlichen in der Schule noch gut zu erreichen. Eine weitere Zielgruppe von SKOTT und KLARA sind die Lehrerinnen und Lehrer der kooperierenden Schulen. Bestehende Unterstützungssysteme, wie Elternbeirat, Schulsozialarbeit, Schulische Erziehungshilfe, ehrenamtliche Mitarbeit, Migranten- und Elternvereine oder Sportvereine werden zur Unterstützung einzelner Schülerinnen und Schüler eingebunden.


Träger: Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein
Laufzeit: 01.01.2009 – 31.12.2011
Gesamtkosten: 398.164 €

Das Vorhaben wendet sich an muslimische Frauen, die aufgrund einer konservativ-religiösen Familienstruktur bislang von integrativen Sprachangeboten keinen Gebrauch gemacht haben oder nicht Gebrauch machen durften, Frauen also, die in der Regel keine sozialen Kontakte pflegen, welche über den Familienverband und die Begegnungen in den Moscheen hinausgehen. Kurse werden direkt in den Lebensbereichen der Frauen durchgeführt, also wenn möglich in die Moscheen selbst. Mit allen interessierten Frauen werden Sprachstandstests durchgeführt und anschließend wird eine Gruppe aus geeigneten Frauen gebildet. Diese werden in zunächst 200-stündigen Vorkursen auf das Erlernen einer neuen Sprache vorbereitet und individuelle Schwächen bzw. Stärken erkannt und gefördert. Anschließend erhalten sie in den vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanzierten Sprachkursen in weiteren 600 bis 900 Kursstunden die Qualifikation »B1« nach dem europäischen Re-ferenzrahmen, um darauf aufbauend auch eine berufliche Qualifikation zu erhalten. Durch eine Reihe zusätzlicher Angebote, die inhaltlich ständig weiterentwickelt und ergänzt werden, sollen den Teilnehmerinnen demokratische Grundwerte und die hier herrschende freiheitliche Gesellschaftsordnung vermittelt werden. Nachdem die Frauen die 200-Stunden-Kurse absolviert haben, wird jeder Frau möglichst zeitnah ein Platz in einem Integrationskurs des BAMF angeboten. Dabei ist es ein wichtiges Argument, den Kursteilnehmerinnen deutlich zu machen, dass sie ohne Abschluss des Integrationskurses auf dem deutschen Arbeitsmarkt kaum eine Chance haben.


Träger: Kieler Fenster- Verein z. Förderung. sozialpädagogischer Initiativen e.V.
Laufzeit: 01.08.2008 – 31.07.2012
Gesamtkosten: 243.744 €

Für psychisch erkrankte Migrantinnen und Migranten gibt es keine leicht zugänglichen offenen Einzelfallhilfen. Erfahrungen des Kieler Fensters zeigen, dass hier eine große Nachfrage besteht. Migrantinnen und Migranten haben ein kulturspezifisches Krankheitsverständnis und eigene Bewältigungsformen, die wenig mit dem deutschen Gesundheitswesen kompatibel sind. Mit je einer ausgebildeten Fachkraft mit türkischen bzw. russischen Migrationshintergrund soll ein niedrigschwelliger vertrauter Rahmen geschaffen werden, so dass erkrankte Migrantinnen und Migranten von der Hilfe erreicht werden und diese in Anspruch nehmen. Dabei sind z.B. Familientraditionen und ein sensibler Umgang mit Ängsten zu beachten. Die psychosoziale Einzelfallhilfe soll auch die Inanspruchnahme anderer notwendiger Hilfe wie z.B. Arztbesuche unterstützen. Sie wird ergänzt durch Einbeziehung der Angehörigen. Parallel soll ein wohnortnahes stützendes Netzwerk (Gruppen, Ärzte, soziale Angebote etc.) aufgebaut werden, das auf die Bedürfnisse von psychisch erkrankten Migrantinnen und Migranten ausgerichtet ist, deren Vertrauen genießt und sich durch kurze Wege auszeichnet.


Träger: Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein
Laufzeit: 01.01.2009 – 31.12.2011
Gesamtkosten: 268.410 €

Das Modellvorhaben „Förderung von Müttern und Kleinkindern (0-3 Jahre) mit Migrationshintergrund“ setzt mit einer Vielfalt von Aktivitäten an, um Müttern mit Migrantionshintergrund zu helfen, die Bedürfnisse ihrer Kleinkinder besser zu erfüllen und deren Entwicklung zu unterstützen. Durch das Modellvorhaben soll eine Mutter-Kind Gruppe ins Leben gerufen werden, durch die Mütter dahingehend unterstützt werden, ihre Kleinkinder besser betreuen zu können. Die Gruppe, die als sozialer Stützpunkt und Anlaufstelle fungieren soll, wird durch qualifizierte Fachkräfte mit interkultureller Kompetenz begleitet. Folgende Aufgaben werden u.a. schwerpunktmäßig erfüllt:

  • Einübung positiver Verhaltensweisen gegenüber Kleinkindern durch Rollenspiele und weitere gruppendynamische Aktivitäten.
  • Durchführung von Schulungen zur Bewältigung von Stresssituationen, Alltagsorganisation und Haushaltsplanung in Familien mit Kindern.
  • Ein zentrales Modul des Gruppentreffens behandelt das Problem der Sprache, Spracherwerb und Mehrsprachigkeit. Müttern werden die lebenswichtigen deutschen Grundbegriffe für die Bewältigung des Alltags mit Kleinkindern vermittelt.
  • Durchführung von begleiteten Diskussionsrunden zu zentralen Themen wie Erziehung, Spielverhalten, Umgang mit Kleinkindern, Sprachentwicklung und Spracherwerb, Medienalltag usw.
  • Seminarangebote von eingeladenen Gästen aus den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Spielpädagogik, Gymnastik, Sport und Musik.
  • Stadtteilführungen und Besuche von wichtigen Anlaufstellen für Mütter und ihre Kinder z.B. Kinderarztpraxen, Krippen, Kindergärten, Schulen, Sportvereine, Büchereien. Kooperationspartner und Multiplikatoren werden zur Mitarbeit eingeladen.
  • Mütter werden zur rechtzeitigen Anmeldung der Kinder in den Kindergärten  motiviert und begleitet.
  • Teilnehmerinnen werden gebeten, nach Ablauf der Förderzeit an einer weiterführenden Gruppe für Mütter und Vorschulkinder teilzunehmen. Sie werden ermuntert, neue Mütter aus ihrem Umfeld für eine zweite Gruppe mit Kleinkindern ins Leben zu rufen. Dadurch werden die guten Erfahrungen der Mutter-Kind Gruppe gesichert und weitergegeben.