• Feuerherz
  • MARO TEMM - Kulturbewahrung und Integration
  • Großtanzperformance
  • Netzwerk Ältere Migranten/innen in Gaarden

Träger: AMOS
Laufzeit: 01.10.2008 – 31.12.2012
Gesamtkosten: 499.631,00 €

Das Ziel des Projekts ist es, in Gaarden ein neues soziales Zentrum zu schaffen. Der Bedarf an Lebensmitteln für einkommensschwache Haushalte von der Kieler Tafel steigt im Stadtteil stetig an und ist mit der Kapazität der jetzigen Angebote nicht mehr abzudecken. Täglich kommen ca. 200 Menschen (25 % davon Kinder) zum Tafelladen, der damit längst an seine Grenzen gestoßen ist. Des weiteren wird deutlich, dass eine Verknüpfung dieser versorgenden Hilfe mit unterstützenden sozialen und aktivierenden Angeboten erforderlich und hilfreich ist, um insbesondere den jüngeren Menschen Perspektiven aus einer dauerhaften Abhängigkeit zu ermöglichen. Dies soll in der Matthäuskirche geschehen. Gleichzeitig werden mit diesem Projekt ca. 40 Arbeitsgelegenheiten für Menschen geschaffen, die sich im Arbeitslosengeld II – Bezug des Jobcenters Kiel befinden.

Die Projektträger und Kooperationspartner sind die Kirchengemeinde Gaarden, die Kieler Tafel e.V., die Ev. Stadtmission Kiel gemeinnützige GmbH.

Träger: Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Schleswig-Holstein
Laufzeit: 01.10.2008 – 31.12.2012
Gesamtkosten: 272.865,00 €

Bei diesem Modellprojekt ist das Ziel die kulturspezifische Förderung durch einerseits die Stärkung der Gruppe nach Innen und andererseits den Ausbau der Kontakte nach Außen. Dies soll mit 4 Modulen erreicht werden:

  1. Stabilisierung der Sinti/Roma-Gemeinschaft und Sicherung der Minderheitenkultur im neuen Wohnquartier MARO TEMM durch die Minderheitenangehörigen und den Projektträger selbst unter Beteiligung einer ehrenamtlich tätigen Mentorin und einer in Vollzeit angestellten Fachkraft (Sozialpädagogin).
  2. Ein von der Fachkraft kreativ entwickelter und betreuter, die kulturspezifischen Besonderheiten beachtender Aufbau von nachbarschaftlichen Strukturen zwischen Wohnquartier und Stadtteil soll vertrauensvolle Begegnungen und aufgeschlossenen kulturellen Austausch z.B. im eigens für das soziale Projekt konzipierten Gemeinschaftsraum in der Siedlung ermöglichen und fördern (z.B Nähen, Musik, Bauwagenaktionen).
  3. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen gezielte Hilfe erhalten bei der Integation in den Stadtteil Gaarden und seine Einrichtungen.
  4. Ein weiteres Projektziel ist es, Bildung und Teilhabe mit einer ausgebildeten Mediatorin aus der Minderheit in Kooperation mit der Hans-Christian-Andersen-Schule zu fördern. Dies soll den regelmäßigen Schulbesuch und den Schulerfolg der Kinder sichern. Es wird ehrenamtlich ein geregelter Fahrdienst eingerichtet und feste Betreu-ungszeiten mit Angehörigen der Minderheit vereinbart. Über ergänzende Nachhilfe und spielerisches Lernen im Gemeinschaftsraum soll das Zusammenleben beider Kulturen gestärkt werden. Eine Lehrerin im Ruhestand wird ehrenamtlich beteiligte Mütter während des Projektverlaufs zu Mediatorinnen/Helferinnen qualifizieren, so dass für eine Verstetigung dieses Moduls gesorgt ist.

Träger: Fridtjof-Nansen-Schule
Laufzeit: 01.09.2008 – 31.08.2009
Gesamtkosten: 23.735,00 €

Die Fridtjof-Nansen-Schule im Stadtteil Kiel-Gaarden ist eine gebundene Ganztagshauptschule mit derzeit ca. 440 Schülerinnen und Schülern. Viele von ihnen sind auf Grund von schwierigen familiären und wirtschaftlichen Verhältnissen oder migrationsbedingt benachteiligt, insbesondere in der Teilnahme an persönlichkeitsfördernden Aktivitäten, wie Musik, Sport etc.. Die besondere Mischung von Kindern und Jugendlichen mit verschiedenen kultu-rellen Unterschieden und das soziale Ranking bergen alltäglich ein großes Potenzial für Auseinandersetzungen, auch in gewalttätiger Form. Viele Schülerinnen und Schüler definieren sich selbst, mangels Alternativen, über die Anwendung von Gewalt und werden nicht selten von ihren Eltern in dieser Haltung unterstützt.

Daneben zeigt sich an dieser Schule jedoch eine unerschöpfliche Vielfalt an künstlerischen Fähigkeiten, insbesondere im musikalischen und tänzerischem Bereich. Das gemeinsame Ziel  der Präsentation einer Großperformance, soll den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, eine Form des Ausdrucks zu finden, die ihnen entspricht und ihnen über Auftritte in der Öffentlichkeit ein Gefühl von Selbstwirksamkeit und Selbstbewusstsein vermitteln, das viele von Ihnen nicht kennen, in ihrer beruflichen Zukunft aber eine große Rolle spielen wird.

Des Weiteren soll die Identifikation mit der Schule, in der das Projekt stattfindet, erhöht werden. Darüber hinaus soll über das Tanzen im Ensemble bei den Schülerinnen und Schülern die Verantwortung für andere, die Zielorientierung, die Kooperationsfähigkeit und  die Anpassung an Gruppenregeln gestärkt werden.

Tanzen und Musik sind für Kinder und Jugendliche verbindende Elemente und sollen über das Ziel der gemeinsamen Performance eine harmonisierende Funktion übernehmen, dabei kulturelle und soziale Differenzen überwinden und gewalttätige Auseinandersetzungen vermindern. Das Zusammenwirken signalisiert somit auch eine kulturübergreifende Form der Verständigung und Überwindung herkunftsbedingter Vorurteile und Ressentiments und soll über die Präsentation im Stadtteil generationsübergreifend wirken.

Träger: Landesarbeitsgemeinschaft Freier Wohlfahrtsverbände
Laufzeit: 01.10.2008 – 31.12.2011
Gesamtkosten: 315.956,00 €    

Integration von Migrantinnen und Migranten bedeutet Herstellung von Chancengleichheit beim Zugang zu allen Lebensbereichen. Immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund sind mittlerweile im Rentenalter. Zahlreiche Veröffentlichungen weisen nach, dass auf Grund häufig geringer Renten, gesundheitlicher Einschränkungen, belastender Arbeits- und Lebensbedingungen der Gesundheitszustand dieser Senior/innen vergleichsweise schlechter ist als der der einheimischen deutschen Bevölkerung. Hinzu kommen häufig fehlende Informationen, Sprachschwierigkeiten und  kulturelle Missverständnisse, die den Zugang zu Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Altenhilfe erschweren.

Auch sind die Einrichtungen der Altenarbeit und der Gesundheitsversorgung nicht ausreichend auf die besonderen Bedürfnisse älterer Migranten/innen vorbereitet. Die Notwendigkeit, hierauf zu reagieren und  entsprechende Konzepte zu entwickeln, wird im Nationalen Integrationsplan der Bundesregierung, dem Integrationskonzept des Landes Schleswig-Holstein sowie den Handlungsempfehlungen zur Integration von Migranten/innen der Landeshauptstadt Kiel beschrieben.

Um die Situation älterer Migranten/innen im Stadtteil Kiel-Gaarden nachhaltig zu verbessern, haben sich erstmals interdisziplinär und Träger übergreifend Akteure der Migrationssozialarbeit, Altenarbeit, Gesundheitsversorgung und Migranten-Selbstorganisationen zu einem lokalen Bündnis vernetzt. Dieses Bündnis gewährleistet erstmalig eine Vielfalt unterschiedlicher – nach Bedarf muttersprachlicher- Angebote, die vom Projekt „Netzwerk Ältere Migranten/innen in Gaarden“  koordiniert und zielgerichtet begleitet werden. Die Angebote werden von den Projektbeteiligten in unterschiedlichen Kooperationen verantwortlich durchgeführt. Das Projekt umfasst 7 unterschiedliche Module.