m Rahmen des Modellvorhabens „Stadtteilfonds Gaarden“ konnten für das Fördergebiet Gaarden von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Institutionen aus Gaarden Anträge für Projekte und Aktionen zur Verbesserung der Lebensbedingungen gestellt werden.

Gefördert werden Projekte und Aktionen, die Beteiligung, Selbsthilfe, Eigenverantwortung, nachbarschaftliche Kontakte, Kooperationen und Vernetzung oder das kulturelle Leben fördern.

Dies können beispielsweise sein:

  •     Aktionen zu gemeinsamen Umgestaltung der Gartenanlagen,
  •     Veranstaltungen von Themenabenden, Festen, Konzerten etc.
  •     kultur- und barriereübergreifende Aktionen im Sport und Kulturbereich,
  •     Zeitungsprojekte und Wettbewerbe etc.

Finanziell gefördert werden Projekte bis zu 100%-Gesamtkosten mit einer Maximalsumme bis zu 2.500 Euro. Gewünscht warden Projekte in der Größenordnung von 1.000-2.000 Euro; Mindestgrößenordnung 250 Euro. Über die Vergabe entscheidet ein vom Förderverein Gaarden eingerichteter Vergabebeirat. Die geförderten Projekte sollen bis zum 30. Juni 2010 abgeschlossen sein.

Die Antragsfrist ist nun abgelaufen. Insgesamt haben sich 22 Projekte für eine Förderung beworben. Die Gesamt-Summe, die beantragt wurde, beläuft sich auf fast 40.000 Euro. Da in der ersten Runde nur 10.000 € insgesamt zur Verfügung stehen, muss der Vergabebeirat leider Prioritäten setzen. Eine Entscheidung wird Ende November erwartet.

Das Büro Soziale Stadt, dass als Annahmestelle fungierte und nicht im Vergabebeirat vertreten ist, wünscht allen Projektträgern viel Glück bei der Auswahl der Projekte. Sollte Ihr Projekt nicht ausgewählt werden, können wir Sie nur ermuntern, sich an der nächsten Anmelderunde zu beteiligen. Die Annahmefristen werden wir hier und in der Presse bekannt geben.

Für 2009 wurden folgende Bewilligungen ausgesprochen:

  • Musical "Märchenwelt"
  • Kulturhof Gaarden
  • Bücher-Hol- und Bringservice für Senioren
  • Schöner Fußweg Norddeutsche Straße - Sandkrug
  • Werken mit Holz
  • Vermittlung jüdischen und internationalen Kultur- und Musikgutes an jugendliche
  • Jugendkulturfest Gaarden - Musikveranstaltung zur Förderung der Jugendkultur

Antragsteller/in: Familienintegrationszentrum
Laufzeit: Januar 2010 -  Juni 2010

Zahlreiche Märchenmotive finden sich in verschiedenen Kulturkreisen in ähnlicher oder sogar identischer Form wieder finden. Häufig werden in Märchen Themen wie Angst in der Fremde, Einsamkeit, Missverständnis etc, thematisiert. Gerade in dem Kontext bieten sich im pädagogisch reflektierten Einsatz von Volksmärchen Chancen, im Spiel existenzielle Situationen zu erleben, die Handlungsmuster für den Alltag zu bieten vermögen.

Märchen können Kindern helfen, ihre Ablösungsängste zu überwinden, Vorurteile abzubauen und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Der Erwerb interkultureller Kompetenzen dient gleichzeitig dem Abbau von Rassismus und der Verstärkung des Demokratieverständnisses. Die Kinder lernen durch die Beschäftigung mit den nationalen Märchen verschiedener Länder interkulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten kennen. Sie erarbeiten sich auf unterschiedlichen Wegen (lesen, malen, basteln) den Inhalt der Märchen und setzen sie in szenische, sowie filmische Geschichten um. Die liebevoll und ausdruckstark gestalteten Dekorationen, an deren Entstehung die Kinder ebenfalls mitarbeiten, ermöglichen es den Kindern, sich noch besser in die Atmosphäre der jeweiligen Kultur einzufühlen. Neben der klassischen Dekoration werden während der Aufführung auch Videoinstallationen eingesetzt.

Projektziele:

  •     Integration durch Kunst
  •     Interesse an internationalen Kultur, Literatur, Tanz und Musik wecken
  •     Kinder mit den verschiedenen Grundelementen der Kunst vertraut machen
  •     Sprachförderung mit und durch Musik
  •     Kinder sollen lernen Verantwortung zu übernehmen

Antragsteller/in: Künstler 34 e.V.
Laufzeit: ab Förderzusage - 01. August 2010

Der Künstler 34 e.V. ist ein gemeinnütziger Kulturverein, der sich und seine Aktivitäten ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Neben vielen anderen sozio-kulturellen Angeboten wird in der Medusastraße 14 eine kleine Galerie mit wechselnden Ausstellungen betrieben. Eine deutliche Ausweitung der kulturellen Arbeit im Stadtteil wäre durch die zusätzliche Nutzung des sanierungsbedürftigen Hinterhofgebäudes möglich. Das zweigeschossige Hinterhofgebäude Medusastraße 14 soll saniert und ausgebaut werden. Die in diesem Rahmen zu erbringende Arbeitsleistung wird von Mitgliedern und Freunden des Vereins sowie Gaardener Bürgern ehrenamtlich erbracht. Die beantragte Förderung beschränkt sich deshalb im Wesentlichen auf Materialkosten sowie die Kosten für einen Elektriker. Sofern die Witterung es am Ende des Winters zulässt, soll mit den Arbeiten begonnen werden. Durch die Herstellung der Bespielbarkeit des Hinterhofgebäudes Medusastraße 14 soll für die Gaardener Bürger ein kulturelles Zentrum etabliert werden, welches das bestehende kulturelle Angebot in Gaarden substantiell erweitert. In diesem Rahmen soll verschiedensten Gruppen im Stadtteil ermöglicht werden, kulturelle Veranstaltungen durchzuführen. Geplant sind in diesem Rahmen Veranstaltungen aus folgenden Bereichen:

  • Kleinkunst wie Konzerte, Lesungen, Theater
  • Ausstellungen in Kooperation mit der Galerie
  • Fachvorträge und Workshops z.B. zum Thema Linux
  • Kino, eventuell in Kooperation

Antragssteller/in: Gaarden Liest e.V.
Laufzeit: Januar 2010 - Sommerferien 2010

Um den zum Teil stark eingeschränkten älteren Menschen im Stadtteil den Weg in die Stadtteilbücherei zu ersparen, bietet der Verein "Gaarden Liest" einen Bücher-Hol- und Bringdienst an. Mit Vorleseaktionen vor Ort z.B. Sandkrug 34, Stadtteilcafé und Seniorenheim Pickertstraße wird auf passende Bücher aufmerksam gemacht. Senioren können dann Bücher der Stadtteilbücherei bestellen die vom Verein gebracht und wieder abgeholt werden.

Projektziele:

  • Angebot der Stadtteilbücherei stärken und neue Kunden für die Bücherei werben
  • Senioren des Stadtteils am kulturellen leben teilhaben lassen und ihnen interessante neue Bücher vorstellen
  • Planung das Angebot auch auf  Kitas und ggf. auch auf Schulen auszuweiten

Antragsteller/in: Grit Niemeyer
Laufzeit: Februar 2010 - August 2010

Der Fußweg Norddeutsche Straße soll mithilfe der Nutzer und Anwohner gemeinsam verschönert werden. Es handelt sich dabei um ein etwa 20 m  langes Stück Fußweg.

Für die Umgestaltung sollen Anwohner und Nutzer zur aktiven Mithilfe aufgerufen werden, um im Februar 2010 in Arbeitsgruppen gemeinsam die Umsetzung zu planen. Im März 2010 soll mit der Bepflanzung sowie der Säuberung des Weges begonnen werden. Anschließend sollen Aufgaben wie Gießdienst und Mülldienst verteilt werden und so bis August die weitere Pflege des Weges gesichert werden. Die ganze Aktion mündet Ende August in einem Abschlusstreffen der Beteiligten.

Projektziele:

 

  • Verschönerung des Fußweges zwischen Norddeutsche Straße und Sandkrug – Es soll blühen in Gaarden, auch da, wo Schatten ist
  • Eigenverantwortung der Anwohner und Nutzer soll, indem selbst dafür gesorgt wird, dass es schöner wird, gestärkt werden
  • Nachbarschaftlichen Kontakte sollen hergestellt und gefördert werden

Antragsteller/in: AWO Kinderhaus Räucherei
Laufzeit: ab Förderzusage - Ende offen

Bereits im November 2009 wurde auf dem Gelände des Kinderhauses Räucherei eine Holzhütte errichtet. Mithilfe der Fördermittel soll nun in dieser Holzhütte eine Holzwerkstatt entstehen. Die Zielgruppe sind 3 bis 6 jährige Kinder sowie auch deren Eltern. Gemeinsam sollen diverse Holzarbeiten hergesttellt werden.

Projektizele:

  • Förderung der motorischen Fähigkeiten
  • Kindern Handlungsplanungen (Planung und Durchführung von Abläufen) näher bringen
  • Sicherheit im Umgang mit Werkzeugen stärken und die Materialerfahrung schulen
  • Steigerung der Selbstwirksamkeit
  • Einbeziehung der Eltern, insbesondere der Väter, um die Eltern-Kind-Beziehung zu stärken

Antragsteller/in: Jüdische Gemeinde
Laufzeit: Dezember 2009 – Juni 2010

Mit diesem Projekt soll das Medium "Kunst" die Identität der Jugendlichen und Kinder stärken. Es ist geplant, eine Gruppe zu gründen, in der Kunst- und/oder  Musikunterricht angeboten wird.
Diese Gruppe soll nicht nur den Gemeindemitgliedern, sondern auch  den einheimischen und Zuwandererkindern aus anderen Ländern zugänglich sein. Das Motto ist: Vermittlung jüdischen und internationalen Kultur- und Musikgutes.

Ziel ist die Stärkung der identitätschaffenden Faktoren und somit die Stärkung des Selbstbewusstseins der Kinder und Jugendlichen. Es soll dadurch eine bessere Integration in die Jüdische Gemeinde und in die deutsche Gesellschaft erfolgen.

Ausserdem steht die Stärkung der interkulturellen Kompetenz, des gegenseitigen Verständnisses und der Toleranz durch vermehrte Kontakte mit Einheimischen und Zuwanderern aus anderen Ländern mit im Vordergrund. Durch eine eigene Gruppenentwicklung werden die Teilnehmer befähigt, selbständig zu agieren. Eine sinnvolle Freizeitgestaltung soll die Kinder und Jugendlichen von der Strasse holen und finanziell schwachen Familien einen Zugang zur musikalischen Erziehung ermöglichen.

Projektziele:

  • Aufwertung des Stadtteils
  • Stärkung  des Zusammenlebens sowie stabiler Sozialstrukturen
  • Beteiligung und Eigenverantwortung von Bewohnerinnen und Bewohnern
  • Stärkung der  nachbarschaftlichen Kontakte
  • Stätte kulturellen Lebens und der Begegnungen schaffen

Antragssteller/in: AWO Bürgerzentrum Räucherei
Laufzeit: 09./10. April 2010

Bei dieser Veranstaltung sollen Jungendbands und Musiker (Jugendliche und junge Erwachsene ab 13 Jahren) aus verschiedenen Musikrichtungen zum gemeinsamen Austausch und Spaß zusammenfinden. Das Rahmenprogramm bilden unter anderem eine Zirkusshow, Tänzer, Breakdance, das mit einer großen Feuershow enden soll. In den Räumlichkeiten werden Workshops zu verschieden Themen wie Schlagzeug, Perkussion, Gitarre und Gesang stattfinden. Für die Übernachtung ist gesorgt und der Samstagmorgen beginnt  mit einem gemütlichen Frühstück. Abschließend zu der Veranstaltung soll im gemeinsamen Austausch die Frage „Wie machen wir weiter mit der Jugendkulturarbeit in Kiel Gaarden?“ erörtert werden.

Projektziele:

  • Beteiligung, Selbsthilfe, Eigenverantwortung von Jugendlichen aus Gaarden stärken
  • Nachbarschaftliche Kontakte stärken und das Zusammenleben fördern
  • Die Kooperation und Vernetzung von Jugendlichen unterstützen
  • Das kulturelle Leben in Gaarden fördern und Begegnungen ermöglichen