• Wirtschaftsbüro Gaarden
  • Stadtteilfonds Gaarden
  • Leselounge
  • Ringen an Schulen
  • Doppel-Effekt

Träger: Landeshauptstadt Kiel
Laufzeit: Mitte 2011 – Mitte 2014
Gesamtkosten: 690.200 €

Das Projekt Wirtschaftsbüro Gaarden hat insbesondere die Aufgabe, die ökonomische Entwicklung des Quartiers voranzubringen. Es sollen neue Impulse geschaffen werden, damit Unternehmen in Gaarden wieder investieren und mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze für die lokale Bevölkerung zur Verfügung stellen. Dies soll mittelfristig zu einer Senkung der Transferleistungen beitragen und die Abhängigkeit der Bevölkerung von Transfereinkommen verringern.

Folgende Projektinhalte sind dazu geplant:

  • Bestandspflege durch den Aufbau einer quartiers- und milieuspezifischen Vertrauensbasis mit dem Ziel der „Wegweisung“ zu geeigneten Beratungs- und Hilfeleistungen
  • überörtliche Vermarktung/Vertretung des Wirtschaftsstandortes Gaarden
  • Unterstützung bei der Vermittlung von Mikrokrediten im Quartier / begleitende Betreuung der Mikrokreditnehmer
  • Quartiers- und milieuspezifische, „wegweisende“ Unterstützung von Existenzgründungen
  • Einbindung der Immobilieneigentümer/-innen in die wirtschaftliche Aufwertung
  • Unterstützung bei der Ansiedlung von Unternehmen
  • Initiierung und ggf. Mitwirkung bei der Realisierung eines Gewerbehofes
  • Verankerung / Stärkung der Kreativ- und Kulturwirtschaft im Quartier.

Das Ziel des Projektes soll es sein, die vor langer Zeit begonnene Abwärtsspirale in der lokalen Ökonomie in Gaarden zu stoppen, die durch vermehrte Abwanderungen von Unternehmen gekennzeichnet ist. Mit Hilfe eines Vor-Ort-Büros für Wirtschaftsförderung soll der Bestand an Unternehmen gesichert und wieder ausgebaut werden.

In den vergangenen Jahren wurden von der Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungs GmbH (nachfolgend KiWi) und anderen Institutionen diverse Maßnahmen unternommen, um aus Sicht der Wirtschaftsförderung den Unternehmen in Gaarden zu helfen. Es zeigte sich aber, dass in Gaarden intensive milieuspezifische Kenntnisse und vor allem sprachliche Kompetenzen notwendig sind, die in diesem Umfang über den Auftrag der KiWi hinausgehen. Aus diesen Gründen, ist ein neues lokales Instrument in diesem Stadtteil nötig, um die Ökonomie vor Ort wieder zu stärken und auszubauen.

Träger: Förderverein Gaarden
Laufzeit: 01.07.2011 – 31.12.2013
Gesamtkosten: 15.000 €

Der Förderverein Gaarden e.V. setzt sich dafür ein, das kulturelle Leben sowie das soziale Miteinander in Gaarden zu verbessern. Die Identifikation mit dem Stadtteil soll über Förderungen „im Kleinen“ gestärkt werden, indem Aktionen unterstützt werden, die aus dem Stadtteil kommen und für den Stadtteil wirken. Mit der erneuten Beantragung des Stadtteilfonds soll die erfolgreiche Umsetzung der ersten Runde aufgegriffen und fortgeführt werden.

In der ersten Runde konnten insgesamt 13 Projekte gefördert werden, wesentlich weniger, als Anträge gestellt wurden. Aus Sicht des Fördervereins hat sich damit gezeigt, dass ein erheblicher Bedarf in der Kleinst-Förderung besteht und über diese Projekte sehr viele Menschen erreicht werden können, die sich für den Stadtteil einsetzen.

Ziel des Modellvorhabens ist der Ausbau des Engagements der Menschen im Stadtteil Gaarden. Darüber hinaus sollen durch die Förderung Projekte entstehen, die die Gemeinschaft fördern und die Umwelt verschönern. Die Bewohnerinnen / Bewohner erhalten so die Chance, nach und nach eigenverantwortlich Projekte und Initiativen auf den Weg zu bringen. Menschen aus ihrem Stadtteil kennen ihre Umgebung am Besten. Sie kennen die Probleme und Bedürfnisse. Sie sind Experten, wenn es um die Frage geht, wo man mit wenig Mittel viel bewirken kann. Die Modellhaftigkeit liegt in jedem Projekt einzeln, da jedes Projekt unterschiedlich gelagert ist. Aufgrund der unbürokratischen Abwicklung sind die Hürden für eine Beantragung niedrig und somit können auch Menschen in eine Förderung kommen, die mit den herkömmlichen Programmen nicht erreicht werden können.

  • Übersicht der bewilligten Projekte des Stadtteilfonds Gaarden in 2009 und 2010

Träger: Förderverein der Gerhart-Hauptmann-Schule
Laufzeit: 01.01.2011 – 31.12.2013
Gesamtkosten: 27.000,00 €

Die Schülerbücherei hat eine hohe Akzeptanz bei den Schülern am Vormittag. Jetzt soll der Betrieb in den Nachmittag ausgebaut werden, um auch Familien die Möglichkeit zu geben ausgiebig zu schmökern, sich Informationen zu beschaffen, ins Gespräch zu kommen und letztlich dem Buch einen festen Platz in ihrem Leben einzuräumen.

Die Zielgruppe sind die Grundschulkinder und ihre Familien im Stadtteil. Die Leselounge wird die Schule für die Familien des Stadtteils am Nachmittag öffnen, Leseprojekte am Nachmittag zur Förderung der Literalitätsentwicklung durchführen und den interkulturellen Dialog fördern. Die Modellhaftigkeit liegt darin,  die schulische Einrichtung auf den Nachmittagbereich auszuweiten  und zusätzliche Angebote über den Schulbetrieb hinaus zu machen.

Träger: TuS Gaarden
Laufzeit: 01.01.2011 – 31.12.2013
Gesamtkosten: 226.986,00 €

Die Ziele des Modellvorhabens sind die Kanalisation von Aggression und motorischem Bewegungsdrang der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, der Einsatz und Ausbau ihrer vorhandenen körperlichen Fähigkeiten. Sie lernen, sowohl mit Erfolgserlebnissen als auch mit Misserfolgen umzugehen. Die Selbstakzeptanz und die Akzeptanz unterschiedlicher kultureller Herkunft wird gefördert. Gemeinsam werden Werte und Normen gelernt. Damit trägt das Modellvorhaben zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Stadtteil bei.

Ringen ist bisher kein kontinuierliches Angebot für alle Schülerinnen und Schüler. Durch das Angebot soll nachgewiesen werden, dass das Zusammenleben sich nicht nur in der Schule, sondern überhaupt im Stadtteil verbessert, indem über den Sport eine neue geschaffen und soziale Kompetenzen im Miteinander gefördert werden. Dies festigt auch die Lebensbedingungen der Menschen im Stadtteil und schafft stabilere Sozialstrukturen.

Träger: Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V.
Laufzeit: 01.01.2011 – 31.12.2013
Gesamtkosten: 317.200,00 €

Mit dem Projekt „Doppel-Effekt“ setzt die TGS-H mit einer besonderen Art von Beratung und Hilfe an, um Grundschulkinder und Eltern mit Migrationshintergrund gemeinsam zu unterstützen und zur Entwicklungsförderung zu motivieren. In das klassische Hausaufgabenhilfemodell soll neben dem Lehrenden auch mindestens ein Elternteil integriert werden. Den Eltern wird in dieser Weise die Möglichkeit gegeben, zu lernen, wie sie ihr Kind während der Schulzeit unterstützen und fördern können. Die Kurse sollen in den Räumlichkeiten der TGS-H oder in Zusammenarbeit mit den Ganztagsschulen in Schulräumen stattfinden. Mit diesem Angebot werden sowohl die Eltern als auch das Kind gefördert und somit ein „Doppel-Effekt“ erzielt.

Damit werden Grundschulkinder mit Migrationshintergrund gefördert, ihre Entwicklungschancen verbessert und die Eltern in diesen Prozess eingebunden.

Folgende Teilziele werden angestrebt:

  • Zusammenarbeit mit Ganztagsschulen,
  • Eltern und Kinder gemeinsam in der Bildungslaufbahn unterstützen
  • den Eltern ihre eigenen Ressourcen und Stärken deutlich machen
  • Erziehungskompetenzen stärken
  • wertschätzende Haltung gegenüber der Eltern stets wahren
  • die Integration der Familien in den Bildungs- und Arbeitsmarkt fördern
  • die Eltern zur Eigenständigkeit und –initiative ermutigen und Selbstvertrauen aufbauen
  • bereits in den frühen Schuljahren Perspektiven aufbauen
  • die Teilnahme an Aktivitäten und Hilfsangeboten fördern
  • Eltern und Kinder zur Integration motivieren
  • eine positive Beziehung zwischen Schule/Eltern und Lehrer/innen fördern
  • eine positive Beziehung zwischen Eltern und Kind fördern
  • die Nachhaltigkeit der Arbeit und einer kontinuierlichen Struktur sichern.

Die positiven Ergebnisse werden die Kooperationspartner motivieren, dieses Modell der Hausaufgabenhilfe als Beispiel zu nehmen und die Eltern von Schüler/innen mit Migrationshintergrund intensiver zu beraten und in alle Prozesse aktiv einzubinden.