Wohnen an der Schwentine
Neubau an der Holsatiamühle
Das Bauvorhaben wird unter dem Projekttitel „Wohnen an der Schwentine“ geführt und befindet sich im Kieler Stadtteil Wellingdorf, unmittelbar an der Mündung der Schwentine in die Kieler Förde. Das Projektareal umfasst das ehemalige Betriebsgelände des Schiffsausrüsters Toplicht an der Ecke Schönberger Straße und Wischhofstraße. Der aktuelle Stand des Projekts umfasst die Revitalisierung dieser ehemaligen Industriefläche, um ein modernes, urbanes Quartier direkt am Wasser zu schaffen.
Das primäre Ziel des Projekts ist die Schaffung von neuem Wohnraum in einer der attraktivsten Wasserlagen Kiels. Durch die Umwandlung einer ehemals industriell genutzten Brachfläche wird das Stadtbild in Wellingdorf nachhaltig aufgewertet. Das Gebäudeensemble ist fast ausschließlich für Wohnzwecke gedacht, soll jedoch durch seine offene Gestaltung und die Lage an der Uferpromenade die Verbindung zwischen dem Stadtteil und dem Wasser stärken. Damit passt es sich in die städtebauliche Strategie ein, das Ostufer als attraktiven Lebensraum für verschiedene Bevölkerungsgruppen weiterzuentwickeln und den Zugang zur Schwentine erlebbar zu machen.
Architektur, Bauweise und Nutzung
Die Architektur des Quartiers orientiert sich an der industriellen Historie des Standorts und setzt auf einen modernen, norddeutschen Stil. Prägend für das Erscheinungsbild sind die Fassaden aus rotem Backstein (Klinker), die den Charakter der umliegenden Hafen- und Werftarchitektur aufgreifen. Große Glasflächen und großzügige Balkone sorgen für eine helle Belichtung und bieten weite Ausblicke auf die Schwentine und die Förde. In der Bauweise wird auf Nachhaltigkeit geachtet, wobei die Gebäude nach modernen energetischen Standards errichtet werden, um den Energieverbrauch zu minimieren. Zudem wird ein Mobilitätskonzept integriert, das unter anderem E-Ladestationen für Fahrzeuge vorsieht.
Auf dem Areal entstehen insgesamt etwa 204 Wohneinheiten, die eine breite Zielgruppe ansprechen sollen. Ein wesentlicher Aspekt der Nutzung ist die soziale Durchmischung: Rund 30 Prozent der Wohnungen werden als öffentlich geförderter Wohnraum realisiert, um bezahlbares Wohnen im Stadtteil zu sichern. Die restlichen Einheiten teilen sich in frei finanzierte Mietwohnungen sowie Eigentumswohnungen auf. Das Quartier wird zudem durch gemeinschaftliche Grünflächen und eine öffentliche Wegeführung entlang des Wassers ergänzt. Zusätzliche Angebote wie Car-Sharing-Stationen sollen die Wohnqualität und die ökologische Bilanz des Quartiers weiter steigern.
Beteiligte und Umsetzung
Verantwortlich für die Entwicklung und Realisierung des Projekts ist der Projektentwickler EVOREAL aus Hamburg. Die architektonische Planung liegt in den Händen des Büros kbnk Architekten. Die Finanzierung wird privatwirtschaftlich durch den Projektentwickler getragen, wobei die soziale Wohnraumförderung durch entsprechende Landes- oder Stadtmittel unterstützt wird. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen, und die Fertigstellung des gesamten Ensembles ist sukzessive für die kommenden Jahre vorgesehen.
Weitere Infos
Weiterführende Details zum Entwurf und zum Fortschritt der Arbeiten können auf der Webseite des Projektentwicklers EVOREAL eingesehen werden.
Quellen
- Website der EVOREAL Holding GmbH & Co. KG, URL: https://evoreal.de/projekte/kiel-wohnen-an-der-schwentine/ (abgerufen am 09.03.2026)
Kontakt
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