Ellerbek


Ellerbek ist ein zentrumsnaher, grüner Wohnstandort, hauptsächlich mit Einzel- und Reihenhausbebauung, ohne größere wirtschaftliche Aktivitäten im Stadtteil, der heute rund 6.300 (Stand: Dezember 2019) Einwohner*innen zählt.

Im Gegensatz zu Wellingdorf war Ellerbek ursprünglich ein Fischer*innendorf, direkt an der Förde gelegen. Es entstand im 13. Jahrhundert (erste Erwähnung 1286), nachdem auf dem gegenüberliegenden Ufer 1241 die Stadt Kiel gegründet wurde. Damals erlangte Ellerbek als Fährort Bedeutung: Die Wasserverbindung zwischen der Stadt auf dem Westufer hin zum Ostufer und der angrenzenden Probstei stellte eine willkommene Alternative zu dem ansonsten beschwerlichen Landweg dar. Seinen Namen hat es wahrscheinlich von dem Erlenbach, der hier in die Förde mündete. 

Lange Zeit waren die Boot- und Schifffahrt sowie die Fischerei die wichtigsten Erwerbszweige in Ellerbek. Ein gewaltiger Umschwung erfolgte erst mit der Dampfschifffahrt und der Ansiedlung der Werften, welche auch die Umsiedlung der Ellerbeker*innen nach Wellingdorf zur Folge hatte. 

Im Zuge des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg entstanden viele Einfamilien- und Reihenhäuser, welche bis heute das Bild von Ellerbek prägen. Besonders für den Stadtteil sind die weitläufigen Grünanlagen und Parks, die zum Spazieren und Verweilen einladen. Der Volkspark bietet mit seinem historischen Freibad Gelegenheit, sich im Sommer abzukühlen. Das „Theater im Werftpark“ lädt große und vor allem auch kleine Besucher*innen in den Volkspark ein. Die grüne Lunge Ellerbeks ist der Schwanenseepark mit seinen sechs Teichen, welche sich wie an einer Perlenschnur aufreihen. Neben den vielen Wanderwegen bietet der Park einen Spielplatz und eine Liegewiese mit der Möglichkeit zur Entspannung. Der freie Wasserzugang bleibt den Ellerbeker*innen jedoch durch das sich an der Wasserseite befindende Marine-Arsenal verwehrt.