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Im Rahmen des Kooperationsprojektes (Stadtteilbüro, Wohnwert, Eigentümer, KuKR) zur Entwicklung der leerstehenden Läden im Kirchenweg sollte eine CoWorking-Community mit Schwerpunkt 3D-Druck entstehen. Hierfür sollte ein geeigneter Raum hergerichtet und mit einer adäquaten Grundausstattung versehen werden. So sollte interessierten Gaardener Bürgern ermöglicht werden, im Rahmen einer Community Fertigkeiten moderner Produktionstechnologie zu erlernen und auszubauen. Kooperationen mit ähnlichen Initiativen waren geplant.
Im März wurde mit der Renovierung und Ausstattung der Raumes im Kirchenweg begonnen, und im April ein 3D-Drucker angeschafft. Drei, zur damaligen Zeit arbeitslose Gaardener begannen mit den ersten Druckversuchen. Diese zogen sich über einige Zeit hin, auch weil der Drucker zweimal wegen eines Defektes ausgetauscht werden musste. Verschiedene Druckmaterialien wurden getestet, eine bessere Heizung für das Druckbett konstruiert.Die Teilnehmer besuchten Workshops für 3-D Druck u.a. bei OpenCampus.  Weitere Projekte entstanden, wie z.B. der 3D-Scan mittels eines preiswerten Kinect-Controllers, ein Versuchsaufbau zur Langzeitbeobachtung des Innenlebens von Kirchenorgeln, ein Guerilla-Beamer, die Programmierung von Mikrocontrollern, die schliesslich in die Konstruktion von Feinstaubsensoren mündete.
Auf regelmäßigen wöchentlichen Treffen mit Kennenlerncharakter konnten mehrere Kontakte, u.a. mit der Toppoint, OpenCampus, dem NABU, dem BUND, dem Reparaturcafe , DeinRaum und Gaardener Bürgern geknüpft werden. Alle Passanten, mit denen man ins Gespräch kam, äusserten sich sehr positiv über die bunte Belebung des Kirchenwegs durch das Projekt. Mit der Gaardener Freifunk-Initiative wurde eine Kooperation eingegangen, aus der die Gaardener Initiative Gaarden-Open entstanden ist, die gemeinsam die Räumlichkeiten nutzt und sich u.a. der Lobbyarbeit für freie Software verschrieben hat. Zur digitalen Kieler Woche hat sich das Projekt mit einer Hausmesse beteiligt, auf der die verschiedenen Projekte präsentiert wurden. Insbesonders das Feinstaubprojekt hat das Projekt danach einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht.
Ein Teilnehmer des Projektes, der gerade arbeitslos geworden war, wurde wegen seiner neu erworbenen Kenntnisse im 3D-Druck von seinem früheren Chef wieder angestellt.
Das Ziel, eine technisch orientierte Community in Gaarden aufzubauen, die gemeinsam Ihre Fähigkeiten entwickelt und diese in sinnvolle Projekte einbringt, ist erreicht worden, die Community ist stabil und wächst. Weitere entstehende Kosten des Projektes werden von Künster 34 e.V. aufgebracht. Die erworbenen Güter sind nach wie vor in Gebrauch und stehen weiterhin derzeitigen und künftigen Projektteilnehmern zur Verfügung.