Antragsteller: Projektgruppe "Gaarden Funkt"

Bereits Ende 2016 fanden Gespräche mit dem Wirtschaftsbüro Gaarden und Vertretern von „Gaarden Funkt!“ statt. Zunächst erfolgte die Formulierung von Erwartungen an mögliche Standorte entlang der Einkaufszone in der Elisabethstraße und am Vinetaplatz.
Ziel des Projektes war, Freifunk im öffentlichen Raum in Gaarden mit dem Schwerpunkt der genannten Straßen verfügbar zu machen. Nicht nur Kunden und Gewerbetreibende können von der Verfügbarkeit profitieren, sondern aufgrund der Technik die bei Freifunk zum Einsatz kommt, auch Anwohner. Letztere können durch das eigenständige Aufstellen eines Freifunkrouters das Netz nach eigenen Bedürfnissen erweitern und somit wiederum weiteren Menschen zur Verfügung stellen. Anfang 2017 später folgte ein gemeinsamer Rundgang mit direkter Ansprache von Gewerbetreibenden. Auf Anhieb fanden sich rund vier Standorte, an denen eine Installation sinnvoll erschien und die Betreiber mit einer möglichen Umsetzung einverstanden waren. Die erste umgesetzte Installation befindet sich am und im Ladengeschäft von „Al Basha – Orientalische Backwaren“ Kieler Straße 33. An diesem Standort wird die Elisabethstraße in Nord- Südrichtung mit zwei Outdoor WLAN-Routern versorgt. Eine zuverlässige Abdeckung kann bis in Höhe der Commerzbank im Süden und bis kurz vor die Jägerstraße im Norden festgestellt werden. Aus dem Wohnumfeld kamen erfreute Rückmeldungen über die Verfügbarkeit von Freifunk. Im Umfeld des Standortes sind zwei weitere Freifunkrouter selbstständig errichtet worden. Den anspruchsvollsten Standort stellt die Türkische Gemeinde SH am Vinetaplatz da. Über das gesamte Jahr fanden Gespräche und Planungen statt. Die von der Elisabethstraße über den Vinetaplatz in die Wikingerstraße reichende Fassade des Gebäudes wird mit insgesamt 6 Outdoor- Wlan-Routern ausgestattet werden. Damit kann der unmittelbare Bereich in der Elisabethstraße, weitere Teile des Vinetaplatzes und der untere Bereich der Wikingerstraße versorgt werden. Dies erfordert umfangreichere Arbeiten als an anderen Standorten und vor allem als bei der Antragstellung prognostiziert. So müssen bspw. an der Fassade rund 60m Kabelkanal verlegt werden. Die Umsetzung dieses Standortes ist noch nicht abgeschlossen. Ursache hierfür sind lange Abstimmungslaufzeiten in der TGSH, Zeitmangel auf Seiten von „Gaarden Funkt!“ und das hohe Gesamtvolumen der auszuführenden Arbeiten. So ist für die Außeninstallationen die Einbindung der Hausverwaltung von Nöten und neben Genehmigungen auch eine Dokumentationspflicht diesem Akteur gegenüber nötig.
Neben den og. Standorten sind wir mit weiteren Akteuren im Gespräch. Dazu gehört der Sport und Begegnungspark, die Künstlergalerie K34, der Coworkingspace „Dein Raum“ und ein weiterer Gewerbetreibender im Bereich der Elisabethstraße. Wie bereits angedeutet befindet sich Teile des Gesamtprojektes noch in der Umsetzung. Bereits jetzt lässt sich jedoch feststellen, dass es in Gaarden einen hohen Bedarf an freiem Zugang zum Internet gibt. Überall wo wir im Laufe des Jahres im Rahmen des Projektes unterwegs waren, trafen wir Menschen aus Gaarden, die Freifunk als positive Entwicklung einstuften. Für unsere Seite sehr erfreulich, war das von den beteiligten Akteuren entgegen gebrachte Vertrauen. Bei Antragstellung hatten wir lediglich eine vage Vorstellung von der Umsetzung des Projektes. Die Kostenaufstellung im Antrag beruhte daher auf unseren bisherigen Erfahrungen aus dem Freifunkprojekt. In der Praxis haben sich notwendige Abweichungen in Bezug auf den Förderantrag ergeben, die im Folgenden erläutert sind: * Hardware
Hardware: Im Laufe des Jahres waren Routermodelle, mit denen wir geplant hatten, nicht mehr in der bisherigen Version lieferbar. Eine Projektumsetzung war mit der aktuellen Version nicht mehr durchführbar. Deshalb sind wir auf etwas teurere Geräte ausgewichen. Im Bereich der Türkischen Gemeinde werden sechs Geräte im Außenbereich angebracht. Da die Geräte aus dem Innenraum über das Netzwerkkabel mit Strom versorgt werden, erschien es uns sinnvoll einen Netzwerkswitch zu beschaffen, der zum Einen die Geräte auf Netzwerkebene verbindet (technisch notwendig) und zum anderen alle Geräte mittels EINEM 220v Stecker mit Strom versorgt. Andernfalls müssten 3 bis vier Netzteile installiert werden. Auf Grund der großen Entfernungen an der Außenfassade der Türkischen Gemeinde werden an diesem Standort allein < 100m Netzwerkkabel verbaut werden.

Schwerpunkt des Projektziels war die Versorgung des öffentlichen Raumes. Im Förderantrag waren deshalb keine Indoor-Wlanrouter aufgeführt. Stattdessen war für einen leistungsfähigen Internetuplink ein sog. Offloader eingeplant. Dieser ermöglicht eine verhältnismäßig hohe Bandbreite über die verschlüsselte Internetverbindung auf der Seite des DSL-Anschlusses. Unsere Erfahrung im Laufe des Jahres hat jedoch gezeigt, dass die vorhandenen DSL-Anschlüsse häufig gar nicht die Leistung liefern, die ein Offloader ausnutzen könnte. Deshalb halten wir es für sinnvoller an solchen Standorten einfache WLAN-Router (WR-10434N/D) einzusetzen. Ein Nebeneffekt dieser Lösung ist, dass auch in unmittelbarer Nähe zum DSL-Anschluß (also meist in den Ladenräumen) Freifunk ausgestrahlt wird. Dies ist ebenso ein weiterer Aspekt, denn ebenso groß wie die Bereitschaft die Fassade für die Freifunkversorgung des öffentlichen Bereichs zur Verfügung zu stellen, war auch das Bedürfnis nach einer Versorgung des Innenraums der Läden. Auch deshalb haben wir og. Routermodell mehrfach beschafft. An Standorten mit leistungsfähigem DSL-Anschluss kommen jedoch weiterhin Offloader zum Einsatz.