Antragsteller: Projektgruppe "Gaarden FaMoos"

Anhand der Technik von Moos-Graffiti zeigt das Projekt eine spezifische Gestaltungsmöglichkeit des
öffentlichen Raumes auf. Die ökologisch nachhaltige, ästhetische und partizipative Natur spricht für
diese Methode. Die Erstellung von Moos-Graffiti wurde mit lokalen Gemeinschaften, insbesondere
Jugendgruppen, durchgeführt. Mit unserer Präsenz bei der Eröffnung des Gaardener Kulturfrühlings
haben wir erstmals öffentlichkeitswirksam gezeigt wie ein Moos-Graffiti aussehen kann.

Das Projekt Gaarden FaMoos ist eine Initiative zur Schaffung und Gestaltung des öffentlichen Raums. Ziel ist es dabei eine Identifikation der BürgerInnen mit ihrer direkten Lebenswelt zu fördern sowie ein Bewusstsein für demokratische Gestaltungsmöglichkeiten des öffentlichen Raumes zuschaffen. Als Mittel direkter Gestaltung des öffentlichen Raumes wurde Streetart, um zu genauer zu sein Moos Graffiti, gewählt. Ein solches Medium bietet einen Kommunikationsweg, welcher es BürgerInnen ermöglicht Auskunft darüber zu geben wie sie sich selbst und ihre Rolle in der eigenen Stadt oder Viertel wahrnehmen. Zudem trägt die Teilnahme zu einer intensiveren Identifikation mit dem öffentlichen Raum bei. In diesem Sinne, möchte Gaarden FaMoos mit den angebotenen Aktionen zu der Entwicklung einer positiven Quartiersidentität beitragen. Im Rahmen der bisherigen Aktionen bereits einige Moos-Graffiti von Gaardener BürgerInnen angefertigt sowie ein Dialog über die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten mit Personen geführt.

Im Rahmen der Eröffnungsfeier des Gaardener Kulturfrühlings am 27. April 2017 wurde Gaarden FaMoos den BewohnerInnen Gaardens das Projekt vorgestellt. Mit einem Stand auf dem Vinetaplatz
zeigten wir wie ein Moos-Graffiti aussehen könnte, zusätzlich gab es eine
Mitmachaktion. Insbesondere für Kinder und Jugendliche boten wir die Möglichkeit eigene MoosGraffiti zu gestalten. Anhand selbst gebastelter Vorlagen oder unserer Schablonen-Flyer wurde das Moos aufbereitet und mit einer Joghurtmischung auf Holzplatten (A3, A4, A5) angebracht. Dabei wurden alle Materialien aufgebraucht, sodass insgesamt ca. 90 kleine Moos-Graffiti erstellt und mit nach Hause genommen wurden. Des Weiteren entstanden mit mehreren interessierten BürgerInnen Gespräche über die Technik und die Vorteile von MoosGraffiti gegenüber gewöhnlicher Graffiti. Ebenfalls sprachen wir mit einigen über die Gestaltungsmöglichkeiten die eine solche Weise von grüner Street Art bietet um den öffentlichen Raum der eigenen Nachbarschaft, insbesondere hier in Gaarden, entsprechend zu gestalten.  In der darauffolgenden Woche am 3. Mai 2017 fand der erste Workshop mit dem Mädchentreff Gaarden statt. Daran nahmen 16 Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren teil. Auch hier wurde mit Holzplatten in drei verschiedenen Formaten (A3, A4, A5) gearbeitet.   
Bei entsprechender Pflege bleiben die bereits erstellten Moos-Graffiti erhalten. Präsenz zeigt Gaarden
FaMoos wieder bei dem Street Art Festival am 21. Juli 2017 in Gaarden sowie am darauffolgenden Tag
auf dem Alte Mu Sommerfest. Die erstellten Exponate verbleiben in Gaarden und bei den BürgerInnen.
Zudem entstanden bereits vielfältige Gespräche über den Stadtteil und die verschiedenen Möglichkeiten diesen selbst zu gestalten. Darüber hinaus zeigt die Wohnungsbaugesellschaft Vonovia Interesse an einer Zusammenarbeit sowie weitere lokale Initiativen.
Bei der Projektdurchführung wurde die Methode des Moos-Graffiti von den Bürgerinnen sehr gut
angenommen. Des Weiteren haben Bürgerinnen bei der Eröffnung des Gaardener Kulturfrühlings als
auch im Rahmen des Workshops Interesse an vertical gardening gezeigt. Auch unser Projektpartner, das Stadtteilbüro Gaarden, hat Interesse an dieser Technik gezeigt. Da Gaarden FaMoos es sich zum Ziel gesetzt hat, neue ökologische Gestaltungsmethoden in Gaarden zu etablieren, möchten wir die
Eigeninitiative der BürgerInnen Gaardens aufgreifen und das Projekt mit der Technik des vertical
gardenings um eine weitere Gestaltungsmethode erweitern. Mit dieser
Vergrößerung unseres Angebots möchten wir das Bewusstsein für öffentlichen Raum weiter fördern
und die Identifikation mit dem Stadtteil zu stärken.